Gekko Global Markets: DAX-Aktien mit Extremquote

Gekko Global Markets: DAX-Aktien mit Extremquote

Immer wenn der Markt ein frisches Rekordhoch liefert, stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Vor allem beim DAX wird es jetzt sehr spannend, die 10.000er-Marke ist nur noch 2,7 Prozent oder 267 Punkte entfernt. Eigentlich ein Katzensprung für den DAX, aber reicht die Luft noch? Einige eher selten beachtete Indikatoren mahnen allmählich zur Vorsicht. Dazu zählt auch die Anzahl der Aktien im Leitindex, die über dem 200-Tage-Durchschnitt notieren. Nach den jüngsten Gewinnen fällt die Bilanz sehr stark aus. Lediglich Lanxess notiert aktuell noch unter dem Gleitenden Durchschnitt, die Quote liegt somit bei 96 Prozent. Ein extremer Wert, der seit mehr als drei Jahren nicht mehr erreicht wurde. Erfahrungsgemäß setzt bereits ab einer Quote von 90 Prozent eine Konsolidierung in Form einer Kurskorrektur oder Seitwärtsbewegung ein. Als Faustregel gilt: Je länger und weiter der DAX auf der Oberseite übertreibt, desto heftiger der anschließende Rücksetzer.

Rohstoffe bleiben unter Druck
Neues Jahr – altes Schema- Während zahlreiche Aktienmärkte wieder zu neuen Rekorden eilen, kommen die Rohstoffe unter Druck. Der Goldpreis gibt auch heute früh in Asien leicht ab und notiert unter 1240 USD. Allerdings lag er im Handelsverlauf bereits tiefer. Der Preisaufschwung des WTI-Öls war nur von kurzer Dauer, heute geht es bereits wieder abwärts auf rund 94 USD. Gestern konnte der Ölpreis noch wegen überraschend gesunkener Lagerbestände in den USA um knapp zwei Prozent zulegen.

Zwei unterschiedliche Welten
Wo liegt das Kursziel für den DAX, wenn die Zentralbanken an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, die Gesamtwirtschaft sowie auch die Gewinne der Unternehmen weiter Richtung Norden streben und Aktien höher bewertet werden? Nach Meinung von Equinet bei 10.800 Punkten. Die Investmentbank lieferte auch gleich einige Empfehlungen aus dem DAX: Dazu zählen Adidas, BASF, K+S sowie VW. Bei den Small- und Mid-Caps gefällt den Strategen der Motorenhersteller Deutz, Lkw-Zulieferer SAF Holland und Salzgitter. Sehr mutig, sind doch die Papiere des Stahlkonzerns seit Jahren immer auf den letzten Plätzen bei der Performance zu finden. Marc Faber, nicht gerade als Optimist der Finanzmärkte bekannt, hat natürlich eine andere Meinung zur weiteren Entwicklung. Er warnte vor einer gigantischen Spekulationsblase, die jederzeit platzen kann. Seine Empfehlungen: Gold, Silber oder auch Platin, aber in physischer Form.

Voller Kalender
Um 11 Uhr werden die endgültigen Inflationsdaten für die Euro-Zone veröffentlicht. Laut den vorläufigen Daten war die Inflation im Dezember auf nur mehr 0,8 Prozent zurückgegangen. Deswegen wächst bei Investoren die Sorge, dass die Wirtschaft der Euro-Zone in die Deflation abrutscht. Vor Börseneröffnung in den USA legen Citigroup und Goldman Sachs die Ergebnisse vor. Die Einnahmen der Citigroup sollen im vierten Quartal leicht gesunken sein auf 18,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn je Aktie soll auf einen Dollar zulegen – was allerdings vor allem an den schwachen Vorjahresergebnissen liegt. Bei Goldman Sachs wird ein Umsatzrückgang um fast 20 Prozent auf 7,6 Mrd. Dollar erwartet. Der Gewinn je Aktie soll von 5,60 Dollar auf 4,16 Dollar fallen. Um 16 Uhr veröffentlich die Notenbank von Philadelphia den Geschäftsklimaindex für die Region. Im Dezember war der Index von 6,5 auf lediglich sieben Punkte geklettert. Für Januar wird nun ein Anstieg auf 10 Punkte erwartet. Werte oberhalb der Nulllinie deuten auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität an. Nach Börsenschluss in den USA legt Intel die Ergebnisse vor. Laut den Schätzungen der Analysten hat der weltgrößte Halbleiterhersteller den Umsatz auf 13,7 Mrd. Dollar leicht gesteigert. Der Gewinn je Aktie soll von 0,48 auf 0,52 Dollar klettern.

von Sarah Brylewski

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