HeidelbergCement: Erfolgreichstes Jahr seit der Finanzkrise

  • Absatz: 31 Mio t Zement (+50 %); 73 Mio t Zuschlagstoffe (+16 %); 12 Mio cbm Transportbeton (+27 %) 
  • Konzernumsatz um 25 % auf 4,2 Mrd € erhöht (i.V.: 3,4 Mrd €)
  • Operatives Ergebnis vor Abschreibungen um 18 % auf 818 Mio € verbessert (i.V.: 696 Mio €)

„Das Jahr 2016 war ein wichtiger Meilenstein für

HeidelbergCement

“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele. „Mit der Übernahme von Italcementi haben wir unser Wachstum deutlich beschleunigt und das beste operative Ergebnis seit der Finanzkrise erzielt. Der
Integrationsprozess von Italcementi
ist gut angelaufen und bietet deutliches Ergebnispotenzial aus der Umsetzung der identifizierten Synergien. Nicht zuletzt haben wir aufgrund der Stärkung des Unternehmensprofils und der Kreditwürdigkeit unser strategisches Ziel einer Einstufung im Investment Grade erreicht. Unsere konsequente Fokussierung auf Effizienz- und Margenverbesserung in den letzten Jahren hat wesentlich dazu beigetragen.“


Absatzzahlen im Plus

Die Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton stiegen im Berichtsjahr insbesondere aufgrund der Konsolidierung von Italcementi ab 1. Juli 2016 deutlich an. Der Zement- und Klinkerabsatz des Konzerns nahm im vierten Quartal um 50 % auf 30,8 (i.V.: 20,5) Mio t zu. Darin eingerechnet sind die Absatzzahlen der Märkte von Italcementi in Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Bulgarien, Kasachstan, Indien, Thailand, Ägypten, Marokko, Mauretanien, Gambia und in Nordamerika.

Die Zuschlagstofflieferungen verzeichneten mit 73,3 (i.V.: 63,3) Mio t einen Anstieg um 16 %. Hier wurden die Absatzzahlen der Märkte von Italcementi in Frankreich, Italien, Griechenland, Marokko und Nordamerika, mit eingerechnet. Die Transportbetonlieferungen nahmen ebenfalls konsolidierungsbedingt um 27 % auf 12,1 (i.V.: 9,6) Mio cbm zu. Darin enthalten sind die Beiträge der Märkte von Italcementi in Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Kasachstan, Ägypten, Marokko, Thailand und Nordamerika.


Anstieg des Umsatz und Ergebnis

Als Folge der Konsolidierung von Italcementi sind 2016 auch Umsatz und operatives Ergebnis deutlich angestiegen. Im vierten Quartal hat sich der Konzernumsatz um 25 % auf 4,2 (i.V.: 3,4) Mrd € erhöht. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen konnte um 18 % auf 818 (i.V.: 696) Mio € und das operative Ergebnis um 2 % auf 507(i.V.: 499) Mio € gesteigert werden.

Im Berichtsjahr erhöhte sich der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 13 % auf 15,2 (i.V.: 13,5) Mrd €. Währungseffekte wirkten sich mit rund 326 Mio € negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 13 % auf 2,9 (i.V.: 2,6) Mrd € und das operative Ergebnis um 7 % auf 2,0 (i.V.: 1,8) Mrd €.


Erster Ausblick 2017

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seiner Prognose vom Januar 2017 einen leichten Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums von 3,1 % im Jahr 2016 auf 3,4 % im Jahr 2017. Treiber dieser Entwicklung ist einerseits ein sich beschleunigendes Wachstum in den USA; andererseits sollen auch die Wachstumsraten der Schwellenländer trotz einer weiteren konjunkturellen Abkühlung in China wieder steigen. Insbesondere für die Länder in Afrika südlich der Sahara und in den asiatischen Ländern außerhalb Chinas wird mit höheren Wachstumsraten gerechnet.

Die globalen Risiken haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Dies betrifft sowohl geopolitische als auch makroökonomische Risiken. Zu den geopolitischen Risiken zählen insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und im Osten der Ukraine. Bei den makroökonomischen Risiken sind vor allem der Anstieg der Energiepreise und der Inflation, die unberechenbaren Folgen der Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und die politischen Unsicherheiten in Europa aufgrund anstehender Wahlen zu nennen.

In Nordamerika erwartet HeidelbergCement im Einklang mit dem IWF eine stärkere Wirtschaftserholung und damit eine weitere Zunahme der Nachfrage nach Baustoffen. In West- und Südeuropa wird eine positive Marktentwicklung erwartet. Diese basiert auf der fortgesetzten Erholung in Großbritannien, der weiterhin robusten Konjunktur in Deutschland und einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in Benelux. In Osteuropa rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage nach Baustoffen unter anderem aufgrund des EU-Infrastrukturprogramms. Die Krise im Osten der Ukraine beeinträchtigt weiterhin Absatz und Ergebnis des Landes. Die wirtschaftliche Lage in Russland und Kasachstan hat sich nach dem Anstieg des Ölpreises verbessert. In den Märkten Afrikas erwarten wir eine Beschleunigung des Nachfragewachstums bei anhaltendem Wettbewerb. In Asien rechnet HeidelbergCement insgesamt mit einer Belebung der Nachfrage, insbesondere aufgrund steigender Infrastrukturinvestitionen in Indonesien. Für China werden allerdings ein weiterer Nachfragerückgang und ein Anstieg der Überkapazitäten erwartet. Die Auswirkungen auf die Exportvolumen sind jedoch begrenzt, da ein Großteil der chinesischen Kapazitäten im Landesinneren liegt.


Positiver Ausblick

„In Anbetracht des insgesamt positiven Ausblicks für die Weltwirtschaft und unserer vorteilhaften geografischen Aufstellung blicken wir zuversichtlich in die Zukunft“, sagt Dr. Bernd Scheifele. „Gleichzeitig sind wir uns der gestiegenen makroökonomischen Risiken, insbesondere des Anstiegs der Energiepreise und der Inflation insgesamt bewusst. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten aus geopolitischen Risiken in der Ukraine, im Nahen Osten und aufgrund eines wichtigen Wahljahrs in Europa. HeidelbergCement ist sehr gut gerüstet, um die neuen strategischen Prioritäten – Wachstum und Wertschaffung für die Aktionäre – über die kommenden Jahre zu verfolgen. Unser Fokus liegt im laufenden Jahr auf der Realisierung der Synergien aus der Italcementi-Übernahme und auf Maßnahmen im Hinblick auf die Kosteninflation. Preiserhöhungen werden in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Unsere Programme zur Effizienz- und Margensteigerung werden auch 2017 konsequent fortgesetzt. Ziel ist die fortlaufende Verbesserung der kommerziellen und operativen Arbeitsprozesse in den Bereichen Zement („CIP – Continuous Improvement Program“), Zuschlagstoffe („Aggregates CI“) sowie Logistik („LEO“).“

„Wir werden auch 2017 von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA profitieren“, fährt Dr. Bernd Scheifele fort. „Mit unserer starken Aufstellung bei Rohstoffreserven und Betriebsstätten an attraktiven Standorten, der einzigartigen vertikalen Integration, unserem exzellenten Produktportfolio und unserem industrieweit führenden Margenmanagement sehen wir uns gut für die Chancen und Herausforderungen des Jahres 2017 gerüstet.“


Hinweis der Redaktion: Letzter

HeidelbergCement Insider Kauf

in Höhe von 120.414.000 Euro

 

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