ifo Geschäftsklimaindex gesunken und Exporterwartungen gefallen
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich merklich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 im Februar. Dies war auf deutlich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Urteile zur aktuellen Lage blieben hingegen unverändert. Die Unsicherheit unter den Unternehmen nahm spürbar zu. Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index nach den Anstiegen in den Vormonaten gesunken. Insbesondere die Erwartungen trübten sich merklich ein. Die Unternehmen beurteilten zudem ihre aktuelle Lage schlechter. Energieintensive Industrien sind am stärksten betroffen.
Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima stark eingetrübt. Die aktuelle Lage wurde zwar etwas besser eingeschätzt. Die Erwartungen sind aber regelrecht eingebrochen. Insbesondere im Tourismus und der Logistik haben sich die Aussichten massiv verschlechtert.
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima deutlich verschlechtert. Die Erwartungen erlebten den stärksten Rückgang seit März 2022. Die aktuelle Lage wurde hingegen positiver beurteilt.
Exporterwartungen gefallen
Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sanken im März auf minus 0,9 Punkte, nach plus 2,7 Punkten im Februar. „Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit unter den Exporteuren merklich erhöht“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Viele Unternehmen befürchten eine sinkende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten.“
Einen deutlichen Schub bei den Exporten erwarten dagegen die Automobilhersteller; der Indikator stieg auf den höchsten Wert seit Juni 2020. Auch die Möbel- und die Elektronikbranche sowie die Getränkeindustrie rechnen mit steigenden Auslandsumsätzen. Im Maschinenbau zeichnet sich derzeit wenig Dynamik ab, ebenso in der Metallerzeugung und -bearbeitung.
Mit rückläufigen Ausfuhren rechnen weiterhin das Papiergewerbe, die Druckindustrie sowie die chemische Industrie. „Wie sich die Exportentwicklung in den kommenden Monaten gestaltet, hängt stark vom weiteren Verlauf des Konflikts ab“, sagt Wohlrabe.
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