Gold, Öl & Co. im Depot: So investieren Verbraucher in Rohstoffe
Ob Goldbarren oder -münzen wie der berühmte Krügerrand, die stetig steigende Nachfrage nach Kupfer oder die zentrale Rolle der sogenannten seltenen Erden in der IT: Rohstoffe stehen bei Anlegern derzeit hoch im Kurs und schaffen es öfter als früher in die Nachrichten. Viele Verbraucher fragen sich deshalb, ob Rohstoffe eine sinnvolle Ergänzung für ihr Vermögen sein können. Die Antwort lautet: Ja, aber mit Maß und einer guten Streuung.
Warum Rohstoffe interessant sind
Grundsätzlich lassen sich vier wichtige Gruppen unterscheiden: Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin, Industriemetalle wie Kupfer, Aluminium oder Nickel, Energierohstoffe wie Öl und Erdgas und Agrarrohstoffe wie Weizen, Kaffee oder Kakao.
Nicht alles auf eine Karte setzen
Ein häufiger Fehler vieler Anleger ist die Konzentration auf einen einzigen Rohstoff, etwa Gold oder Öl. Das kann riskant sein, weil die Preise oft stark schwanken. Es empfiehlt sich deshalb eine breite Streuung. Rohstoffe sollten in der Regel nur einen kleinen Teil des Vermögens ausmachen – fünf bis zehn Prozent des Depotwerts können als Orientierung gelten.
Die meisten Privatanleger fahren mit breit gestreuten Rohstofffonds besser als mit einzelnen Rohstoffen. Solche Produkte bündeln verschiedene Rohstoffe in einer Anlage. Der Vorteil: Verluste in einem Bereich können durch eine bessere Entwicklung anderer Rohstoffe teilweise ausgeglichen werden.
Aktien von Bergbau- oder Ölunternehmen sind keine direkten Rohstoffanlagen. Ihr Kurs hängt nicht nur vom Rohstoffpreis ab, sondern auch vom Unternehmen selbst. Managementfehler, politische Risiken oder steigende Kosten können sich ebenfalls auf den Aktienkurs auswirken. Deshalb schwanken Rohstoffaktien oft stärker als der zugrunde liegende Rohstoff.
Rohstoffe bieten wie alle Anlageformen Chancen, sind aber auch mit Risiken verbunden: starke Preisschwankungen, Währungsrisiken, Unsicherheit im Zuge politischer Konflikte und Handelsbeschränkungen, sowie spekulative Übertreibungen an den Märkten. Deshalb eignen sich Rohstoffe eher als langfristige Beimischung im Depot und weniger für kurzfristige Spekulationen.
So investieren Verbraucher vernünftig
Der Ausbau erneuerbarer Energien, Elektromobilität, Digitalisierung und Stromnetze dürfte die Nachfrage nach Industriemetallen wie Kupfer, Nickel oder Lithium langfristig erhöhen. Welche Rohstoffe künftig die größten Gewinner sein werden, lässt sich jedoch nicht sicher vorhersagen. Umso wichtiger bleibt die breite Streuung.
Unterm Strich:
Rohstoffe können das Depot sinnvoll ergänzen und für mehr Diversifikation sorgen. Besonders Gold hat sich für viele Anleger als Stabilitätsanker etabliert. Für die meisten Verbraucher sind jedoch breit gestreute Rohstofffonds die bessere Wahl als Wetten auf einzelne Rohstoffe.
Disclaimer & Risikohinweis
Themen im Artikel
Infos über Bankenverband
Bankenverband Nachrichten
-
Vor EZB-Entscheid erhöhen Banken die Tagesgeldzinsen
Mit der Aussicht auf höhere Leitzinsen bieten Banken den Sparerinnen und Sparern in Deutschland derzeit so hohe Tages- und Festgeldzinsen wie lange nicht mehr. Aktuell...
-
Aktie im Fokus: Commerzbank – Bewegung im Übernahmeringen durch die UniCredit
Treffen im Übernahmeringen um die Commerzbank auf politischer Ebene: Ins Übernahmeringen um die Commerzbank kommt auch auf politischer Ebene Bewegung. Wie aus Medienberichten hervorgeht, hat...
-
Deutsche-Bank-Chef Sewing fordert konsequenten Reformkurs von der deutschen Bundesregierung
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat an die Bundesregierung appelliert, bei angekündigten Reformen nicht zurückzuweichen. „Wer jetzt darüber diskutiert, Reformen zurückzudrehen oder angekündigte Maßnahmen wieder vom...
-
Mit kleinem Budget Geld anlegen: der Einstieg in die Kapitalanlage lohnt sich!
Geld anzulegen lohnt sich nicht erst, wenn monatlich mehrere Hundert Euro übrig bleiben. Trotzdem verschieben viele Menschen den Vermögensaufbau auf später. Sie warten auf die...
-
Deutsche Refinanzierung: Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe steigt auf 15-Jahreshoch
Die Aussicht auf steigende Zinsen und höhere Ölpreise haben die Renditen deutscher Staatsanleihen heute auf neue Hochstände getrieben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte bis...






