Goldpreis bricht nach starken NFP-Zahlen ein
Der Goldpreis reagierte mit einem spürbaren Einbruch auf die jüngst veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten (NFP) und fiel um etwa 80 US-Dollar pro Unze auf Niveaus von unter 4.400 US-Dollar. Der überraschend starke Bericht löste eine sofortige Aufwertung des US-Dollars sowie einen deutlichen Anstieg der Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen aus.
Die wichtigsten Markttreiber im Überblick
- Starker Impuls aus den USA: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) stieg im August um 162.000, während die Prognose lediglich bei 55.000 lag. Die Arbeitslosenquote verharrte stabil bei 4,1 %.
- Rückkehr der Zinssorgen: Der überraschend robuste Arbeitsmarkt schürt am Markt neue Spekulationen, dass die Federal Reserve (Fed) zu weiteren Zinserhöhungen gezwungen sein könnte.
- Reaktionen anderer Assetklassen: Das Währungspaar EUR/USD fiel umgehend unter die Marke von 1,16, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf 4,79 % kletterte. Auch die US-Aktienindizes gerieten zum Handelsstart unter Verkaufsdruck.
- Solide Fundamentaldaten: Neben den starken Beschäftigungszahlen wurden auch die Daten der Vormonate positiv revidiert. Das Lohnwachstum schwächte sich leicht auf 3,1 % im Jahresvergleich ab (Prognose: 3,0 %).
Gold Prognose: Wie geht es für den Edelmetallkurs weiter?

Goldpreis Prognose im Tageschart: Quelle: XTB Investment Plattform
Für die kurzfristige Goldpreisentwicklung sind nun vor allem die kommenden Äußerungen von Fed-Mitgliedern entscheidend, um die Einordnung dieser Daten durch die US-Notenbank besser einzuschätzen. Ein zentraler Impuls steht zudem bereits bevor: Am kommenden Freitag werden die neuesten US-Verbraucherpreise (CPI) veröffentlicht. Diese Inflationsdaten dürften das Gesamtbild bezüglich der künftigen US-Zinspolitik vervollständigen und die Richtung für den weiteren Trend beim Goldpreis vorgeben.
Gold Chart
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