Lars Brandau: Mit Sicherheit dabei

Anleger befürworten steigenden Anteil von Zertifikaten im Depot

Immer dann, wenn sich die Märkte positiv entwickeln, ist bei vielen Privatanlegern auch eine zunehmende Risikobereitschaft zu beobachten. Gleichwohl sind nach wie vor zwei von drei verkauften Zertifikaten in Deutschland Kapitalschutz-Produkte. Das ist kein Widerspruch. Denn die Welt der Zertifikate und Optionsscheine zeichnet sich durch ihre zweigeteilte Kundschaft aus.

Auf der einen Seite sind die beratungsaffinen Anleger, die Zertifikate für sich als klassische Zinsersatz-Produkte wahrnehmen. Auf der anderen Seite gibt es jene semiprofessionellen Selbstentscheider, die viel Zeit aufwenden, um konkrete Markterwartungen je nach Risikoneigung schnell mit entsprechend maßgeschneiderten Produkten zu verbinden. Eines jedoch haben alle diese Anleger gemeinsam: Zertifikate bilden zunehmend einen völlig selbstverständlichen Bestandteil ihres Depots; sei es zur Absicherung oder zur Renditeoptimierung.

Und so verwundert auch das Ergebnis der Trend-Umfrage des DDV für den Monat März 2011 nicht. Der DDV wollte wissen, welchen Anteil Zertifikate in einem ausgewogenen Depot eines Anlegers haben sollten. Während die eine Hälfte der online-affinen Anleger einen Zertifikate-Anteil von bis zu 10 Prozent im Wertpapier-Depot für sinnvoll hält, befürwortet die andere Hälfte einen höheren Anteil. Für jeden vierten Anleger in Deutschland enthält ein optimales Depot sogar bis zu 20 Prozent Zertifikate. 24 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass der Zertifikate-Anteil mehr als 20 Prozent betragen sollte.

Diese aktuellen Umfragewerte entsprechen im Übrigen ziemlich genau den Ergebnissen der Online-Umfrage des DDV aus dem Dezember 2009. Auch damals waren sich knapp 50 Prozent der Teilnehmer einig, dass ein ausgewogenes Depot bis zu 10 Prozent aus Zertifikaten bestehen sollte.

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