Marktkommentar: Stimmung verschlechtert sich weiter

XTB: Erst zum zweiten Mal in diesem Jahr verlieren die drei großen US-Aktienindizes mehr als 2%, wobei der technologielastige NASDAQ am Montag mit einem Kursrückgang von 3,41% mit Abstand der Underperformer war. Beim marktbreiten S&P 500 beschleunigte sich die Abwärtsbewegung bereits am frühen Nachmittag und erst kurz vor der wichtigen Unterstützungszone um die 2.800 Punkte-Marke war eine Gegenreaktion der Bullen zu beobachten. Zuerst sorgte die Ankündigung Chinas, ab dem 1. Juni Zölle zwischen 5% und 20% auf US-Exporte im Wert von 60 Mrd. USD zu erheben, für weniger Vertrauen an de Märkten. Die USA haben bereits vergangenen Freitag 25%-Zölle auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd.

USD eingeführt und das USTR (Amt des Handelsbeauftragten) veröffentlichte am Montag eine Liste für weitere Produkte im Wert von 300 Mrd. USD, die im gleichen Maße verteuert werden sollen. Ein Hoffnungsschimmer Richtung Ende der gestrigen US-Sitzung war der Kommentar von US-Präsident Donald Trump, dass er erwarte, dass die Verhandlungen mit China „erfolgreich“ werden.

Der Hauptfokus könnte nun auf einem Treffen zwischen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping, das am Rande des G20-Gipfels Ende Juni in Japan stattfinden soll, liegen. Der S&P 500 stößt zwar auf einen starken Unterstützungsbereich und während der heutigen Asien-Sitzung waren bei den Futures in den ersten Handesstunden Zuwächse zu erkennen, aber der kurzfristige Abwärtstrend bleibt intakt, sodass weiterhin mit Abwärtsdruck sowie erneuten Tests zu rechnen ist.

“Wir sehen kein schnelles Ende dieser Marktlage (Volatilität), bis wir eine Lösung, einen konstruktiven Dialog und etwas sehr Solides in Bezug auf die Geschäfte sehen. Aber die Hoffnungen darauf sind derzeit etwas fehl am Platz” sagte Prakash Sakpal, Asienökonom bei ING in Singapur.

Der Handelskonflikt bleibt der wichtigste Katalysator und solange die Anleger keinen Grund für Aktienkäufe sehen, könnte die Unsicherheit zu strategischen Anpassungen führen.

 


 

Der Druck auf Premierministerin Theresa May das politische Chaos rund um den Brexit zu beenden, nimmt weiter zu. Am Montagabend zeigte sich, dass die Gespräche mit der oppositionellen Labour-Partei keine wesentlichen Fortschritte brachten, laut einer mit der Thematik vertrauten Person. May stößt auch innerhalb ihrer eigenen Konservativen Partei auf Widerstand, sodass im Laufe der Woche ein Treffen mit britischen Parlamentsmitgliedern stattfinden soll, die sich für einen Rücktritt Mays aussprachen.

Die Enttäuschung ist groß, dass bislang kein Deal zustande kam, zudem muss Großbritannien nun an den Europawahlen teilnehmen, die am 23. Mai beginnen.

Aktuell ist es also fraglich, ob May ein Abkommen durch das Parlament durchbringen kann. Eine erneute Ablehnung könnte zudem neue Entwicklungen mitbringen, wie weitere Abstimmungen über alternative Pläne, Neuwahlen, ein zweites Referendum und auch ein ungeklärter EU-Austritt ist noch möglich. Bislang scheint der Brexit-Prozess jedoch festzustecken und das belastete zuletzt auch das britische Pfund. GBPUSD verlor gestern an Boden und unterschritt wieder die 1,30er-Marke.

Das Paar verliert im heutigen frühen Handel etwas an Wert und notiert auf dem tiefsten Niveau seit Anfang des Monats.

 


 

Der DE30 testete gestern die Unterseite des bullischen Trendkanals der Rallye von 2019 und näherte sich zudem weiteren Unterstützungen wie beispielsweise der 200-Tage-Linie (EMA). Aufgrund der starken Anstiege Anfang April konnte sich der deutsche Leitindex zumindest aus technischer Sicht die bisherige Korrektur leisten, allerdings wird der Spielraum nach unten immer enger. Der Markt bleibt weiterhin Short eingestellt, auch wenn heute früh ein erstes Lebenszeichen der Bullen zu erkennen war. Die um 11:00 Uhr anstehenden ZEW-Indizes könnten am Vormittag für mehr Bewegung sorgen und über die Richtung des nächsten Impulses bestimmen.

 

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