Marktlage: Neues Rekord-Triple an der Wall Street

XTB: USA: Teures Öl und billiges Geld bestimmten gestern die US-amerikanische Aktienwelt. Dass die Wall Street am Ende der hohen Investitionskunst erneut ein Schlussrekord-Triple schaffte, überrascht kaum. Denn angesichts der noch immer vorteilhafteren Bewertung von Aktien gegenüber festverzinslichen Papieren, schichten immer mehr Anleger entsprechend um. Davon profitierte der Dow Jones Industrial mit seinen 30 Standardwerten mit einem Aufschlag von +0,32% gegenüber Freitag-Schluss. Im frühen Handel schoss das Börsenbarometer sogar hinauf bis auf das neue Alltime-High von 18.668,44 Punkten, verlor dann aber an Schwung. Beim letzten Gong blieb die Anzeigetafel bei 18.636,05 Zählern stehen.

 

Ähnlich war die Kursentwicklung beim marktbreit aufgestellten S&P-500-Index. Er markierte bei 2.193,81 Punkten sein frisches Rekordhoch, verabschiedete sich dann aber auf etwas leichterem Niveau aus dem Handel. Nach dem moderaten Plus von +0,28% bleibt die Bestmarke bei einem Schlusskurs von 2.190,15 Punkten allerdings in Schlagdistanz. Auch die beiden bedeutenden Nasdaq-Indizes, der Nasdaq-Composite und der von Technologie-Werten dominierte Nasdaq-100 setzten ihre Rekordjagd fort. Der gut 5.000 Titel umfassende Composite markierte sein neues Alltime-High bei 5.271,357 Punkten und endete schlussendlich um +0,56% höher als am Vortag bei 5.262.02 Zählern. Der Nasdaq 100 indes pirscht sich immer näher an seinen Rekordwert von 4.884 Punkten aus dem März 2000 heran. Das Tageshoch dieses Börsenbarometers lag bei 4.837,671 Zählern. In die Bilanzen geht zudem ein Tagesplus von +0,42% sowie der Schlusskurs mit 4827,12 Punkten ein.

Die größte Unterstützung kam einmal mehr vom Rohölmarkt, wo die Preise abermals kräftig angezogen waren. Grund hierfür waren Spekulationen über eine baldige Drosselung der Fördermenge der Opec-Staaten. Zugute kam dem Aktienmarkt allerdings auch die Einschätzung vieler Anleger, dass die in dieser Woche anstehenden US-Konjunktur- und Inflationsdaten eher schwach ausfallen dürften. In diesem Falle würde eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank noch in diesem Jahr immer unwahrscheinlicher werden.  Etwas reger als noch zum Wochenschluss verlief der gestrige Handel. Wurden am Freitag "nur" 711 Millionen Aktien gedealt, gingen zum Start in die neue Handelswoche 739 Millionen Papiere über den Counter der Händler. Dabei standen den 1.970 Kursgewinnern insgesamt 1.079 Kursverlierer an der NYSE gegenüber. Auf identem Schlusskurs beendeten 79 Titel die Börsensitzung.

Asien: Mit überwiegend roten Zahlen beendeten die Aktienmärkte in Fernost den heutigen Handelstag. Die neuen Rekorde an der Wall Street konnten weder der Tokioter Börse noch der in Schanghai Rückendeckung bieten, nur der Handelsplatz in Hongkong folgte in seiner Richtung der neuerlichen Rekordjagd der US-amerikanischen Indizes. Am deutlichsten im Minus endete der Nikkei-225-Index. Das japanische Börsenbarometer gab -1,09% nach und schloss bei 16.686,26 Punkten.


Vorrangig sorgte ein anziehender Yen für die leichteren Kurse, verringert er doch die Exportchancen japanischer Unternehmen. Besonders betroffen waren in diesem Zusammenhang die Titel von Unternehmen aus dem Automobilbereich. Marktteilnehmer erachten das Abwärtspotenzial allerdings für begrenzt, rechnen aber schon bald mit weiteren Aufkäufen von börsengehandelten Fonds (ETF) durch die japanische Notenbank. In Hongkong, Shenzhen und Schanghai indes kennzeichneten die anhaltenden Spekulationen über eine Handelsverbindung der Börse in Shenzhen mit jener in Hongkong nach dem Vorbild Schanghai/Hongkong das Marktgeschehen.

 

Dabei steht ein Abschluss der Verhandlungen noch in diesem Jahr im Raum. Investoren würde es mit einer solchen Maßnahme leichter gemacht, grenzüberschreitend Aktien zu handeln. Am stärksten profitierte der Hang-Seng-Index in Hongkong. Mit einem Aufpreis von +0,18% ging er mit     22.974,15 Zählern aus dem Handel. Der Shanghai-Composite hingegen büßte gegenüber dem Vortag -0,47% ein und schloss bei 3.110,58 Punkten.

DAX: Sind es die niedrigen Zinsen und das billige Geld, die unerwartet guten Zwischenergebnisse der im DAX-gelisteten Unternehmen, die neuen Rekorde an der Wall Street oder die bisweilen euphorische Zuversicht, die den deutschen Leitindex zum wiederholten Male zu neuen Jahreshöchstständen antrieben? Wie auch immer: Fakt jedenfalls ist, dass das Börsenbarometer schon früh loslegte wie die Feuerwehr und bei 10.802,32 Punkten eine neue Bestmarke für das laufende Jahr markieren konnte. Dass der Kurs im weiteren Verlauf abbröckelte, konnte die Bullen im Markt schlussendlich nicht sonderlich irritieren, denn der Schlusskurs von 10.739,21 Punkten ist in 2016 der höchste. Damit steht der Leitindex auf Jahressicht erstmals im Plus.

Während der DAX einen Aufschlag von +0,24% verbuchen konnte, musste sich der MDax der mittelgroßen Werte mit einem Aufgeld von +0,17% begnügen. Zwischenzeitlich war der Index in neue Höhen vorgeprescht und hatte bei 21.947,54 Zählern einen neuen Maßstab gesetzt. Die Schlussnotierung von 21.874,85 Punkte indes, lässt weitere Rekord-Optionen offen. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es deutlich um +0,60% nach oben auf 1.747,92 Punkte. Weitere europäische Börsen beendeten den ersten Handelstag der Woche nahe den Schlusskursen von Freitag. Der EuroStoxx 50 legte minimal um +0,06% auf 3.046,65 Punkte zu, während es für den CAC-40-Index in Paris um -0,05% auf 4.497,86 Zähler nach unten ging. Der Londoner FTSE-100-Index schloss mit +0,36% in der Gewinnzone bei 6.941,19 Punkten.

 

Bei den Einzelwerten im DAX zogen die Aktien von HeidelbergCement mit einem Aufschlag von +1,95% am stärksten an, dicht gefolgt von den Volkswagen-Vorzügen, die +1,36% höher notierten. Mit einem Abschlag von -2,3% war die Lufthansa-Aktie größter Tagesverlierer im deutschen Leitindex – auch weil die Gespräche zwischen der Fluggesellschaft und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit VC abgebrochen wurden. Für den neuen Handelstag rechnen Händler mit der Fortsetzung der übergeordnet guten Stimmung. Der Start könnte jedoch holprig verlaufen. Vorbörslich sorgte ein Bericht über Fusionsverhandlungen von Gas-Spezialist Linde mit dem US-Mitstreiter Praxair für Diskussionsstoff.

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