May hält an Brexit-Abkommen fest

Bankenverband: Trotz mehrerer Rücktritte aus ihrem Kabinett hofft die britische Premierministerin Theresa May auf eine Mehrheit im Parlament für das umstrittene Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union (EU) – auch mit Unterstützung aus der Opposition.

“Jeder einzelne Abgeordnete wird entscheiden müssen, wie er abstimmt, ob er von der DUP ist, den Konservativen, Labour, allen Parteien im Unterhaus”, sagte May am Freitag in einem Interview.

 


 

Durch Dominic Raabs Rücktritt verlor May bereits den zweiten Brexit-Minister in diesem Jahr. Ein Nachfolger werde noch gesucht, sagte May. Medienberichten zufolge habe Umweltminister Michael Gove, einer der prominentesten Brexit-Verfechter, den Posten abgelehnt. Gove habe May am Freitag aber sein Vertrauen ausgesprochen, ebenso Handelsminister Liam Fox, der ebenfalls als Euroskeptiker gilt.

Der frühere Brexit-Minister David Davis hat sich für einen Neustart der Brexit-Verhandlungen mit Brüssel ausgesprochen. Der von der Premierministerin vorgelegte Entwurf sei “schrecklich”, sagte Davis dem Sender “BBC”.

Im Gegensatz dazu rief die österreichische EU-Ratspräsidentschaft die Abgeordneten des britischen Parlamentes auf, den vorliegenden Vorschlag anzunehmen. “Es ist ein guter Deal für beide Seiten. Niemand ist über den Tisch gezogen worden”, sagte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag am Rande von Gesprächen mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Chefverhandler Michel Barnier in Brüssel.

 

 

Das britische Pfund stieg nach dem Kurseinbruch vom Donnerstag etwas. Die Verunsicherung über die Zukunft des Brexit-Entwurfs halte Berichten zufolge jedoch an.

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