May: Harter Brexit “kein Weltuntergang”

Bankenverband: Die britische Regierungschefin Theresa May hat Befürchtungen vor den Folgen eines ungeordneten Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union (EU) zurückgewiesen. Sollte es nicht gelingen, eine Vereinbarung über die Beziehungen zur EU nach dem Brexit zu erzielen, wäre das zwar kein “Spaziergang im Park”, aber auch “kein Weltuntergang”, sagte sie heute auf dem Flug nach Südafrika vor Journalisten.

Sie widersprach damit ihrem Finanzminister Philip Hammond, der vergangene Woche vor hohen Belastungen für den Staatshaushalt wegen eines harten Brexit gewarnt hatte. Hammond habe sich dabei auf veraltete Prognosen gestützt, sagte May. Irlands Außenminister Simon Coveney forderte heute in Berlin mehr Klarheit von Großbritannien.

Mit den von London vorgelegten Vorstellungen zu den künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU gebe es zumindest eine Basis für weitere Gespräche. “Ich hoffe, dass die britische Regierung in der Lage sein wird, diese Position über die Zeit noch weiterzuentwickeln”, sagte Coveney.

Frankreichs Ministerpräsident Édouard Philippe forderte seine Minister auf, das Land auf einen harten Brexit einzustellen. Sie sollten die Auswirkungen abmildern, die ein Abschied Großbritanniens ohne Vereinbarungen haben könnte. Dabei gehe es vor allem darum, derzeit in Frankreich lebenden Briten den Verbleib im Land zu erleichtern. Auch reibungslose Grenzkontrollen stünden im Fokus.

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