STADA: Wachstumsziele für 2019 angehoben

  • Erfreuliche Umsatzentwicklung der Generika inItalien, Russland und Vietnam – starke Umsatzerholung in Belgien
  • Deutliche Umsatzsteigerung der Markenprodukte inDeutschland, Italien und Vietnam
  • Strategischer Ausblick für 2019 erhöht –Mittelfristig bereinigte EBITDA-Marge von rund 23 Prozent erwartet
  • CEO Matthias Wiedenfels: „Mit STADA *Plus *entfalten wir unser vollesPotenzial“
  • Neues Vorstandsmitglied Dr. Barthold Pieningtritt Amt vorzeitig zum 1. April 2017 an

Der Vorstand der

STADA Arzneimittel AG

hat heute, am 29. März 2017, die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Angesichts der Neubewertung einer Transaktion weichen die finalen Zahlen für 2016 leicht von den vorläufigen Zahlen ab, die der Konzern bereits am 1. März 2017 publiziert hatte. Der Vorstand stellte zudem Details des Zukunftsprograms „STADA Plus“ vor. Mit diesem Maßnahmenpaket will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren weitere signifikante Wachstumspotenziale heben und die Profitabilität nachhaltig steigern. Darüber hinaus bestätigte der Vorstand sowohl die Guidance für 2017 als auch den bereits am 17. März 2017 angehobenen strategischen Ausblick für 2019.

„Wir haben 2016 trotz massiver Umbauarbeiten nicht nur unsere Ergebnisse zum Teil deutlich gesteigert, sondern auch die ursprüngliche Prognose für das vergangene Geschäftsjahr bei allen Kennziffern leicht übertroffen. Das zeigt: Wir liefern auch in schwierigen Zeiten, was wir versprochen haben“, so der STADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Wiedenfels. „Mit unserem Zukunftsprogramm ‚STADA Plus‘ haben wir im vergangenen Jahr die Weichen für eine strategische Weiterentwicklung gestellt und wichtige Maßnahmen eingeleitet, um unsere Profitabilität zu steigern. Wir bauen STADA zu einem schlagkräftigen, agilen und zukunftsfähigen Unternehmen um. Mit der Umsetzung kommen wir sehr gut voran und sind auf dem besten Weg, unsere Potenziale voll zu entfalten. Deshalb trauen wir uns auch ambitioniertere Ziele zu als noch vor einem halben Jahr: Wir werden unser operatives Ergebnis in nur drei Jahren um fast die Hälfte steigern!“


Zukunftsprogramm„STADA Plus“ – weitere Wachstumspotenziale identifiziert, Initiativen gestartet

Auf dem Capital Markets Day im Oktober 2016 hatte der Vorstand bereits Eckdaten des Zukunftsprogramms „STADA Plus“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen diese Programms wird STADA in den kommenden Jahren verschiedene Initiativen umsetzen, die auf die Erschließung von Potenzialen in bestehenden und neuen Märkten, auf die Reduzierung von Komplexität sowohl im Portfolio als auch in der Organisation und auf die Verbesserung der Kostenbasis abzielen. Teile der Maßnahmen sind bereits in Umsetzung. Zudem hatte das Unternehmen bereits Ende 2016 ein Strategieprojekt gestartet, in dem mit Hilfe externer Berater zusätzliche Wachstums- und Profitabilitätsinitiativen definiert wurden.


Nachhaltige Optimierungen

So hat STADA seit dem Sommer 2016 die Strukturen nachhaltig optimiert und damit die Komplexität reduziert. Das Unternehmen wird seither nach den beiden Bereichen Generika und Markenprodukte gesteuert. Zugleich hat STADA mit der konsequenten Bereinigung des Portfolios begonnen. So schafft das Unternehmen mit der geplanten und in Vorbereitung befindlichen Zusammenlegung der deutschen Vertriebsgesellschaften STADApharm und cellpharm einerseits sowie STADA GmbH und STADAvita andererseits Doppelstrukturen ab. Mit der Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts sowie mit der Beendigung der Vertriebskooperation mit Omega in Belgien wurden zudem aus heutiger Sicht unvorteilhafte Geschäftsbeziehungen konsequent beendet. Positive Effekte aus diesen Maßnahmen werden sich bereits im laufenden Geschäftsjahr niederschlagen. Weitere Initiativen zur Optimierung der Organisationsstruktur sowie zur Verbesserung der internen Datenqualität sind angestoßen, ein Projekt zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur läuft bereits.

Die Arbeiten am Zukunftsprogramm „STADA Plus“ wurden noch einmal intensiviert und weitere notwendige Maßnahmen definiert, um zusätzliche Potenziale zu erschließen. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf drei Bereiche:


Weitere Stärkung des Generika-Geschäfts:

Neben den nochmals validierten Wachstumsplänen im Bereich Biosimilars wird STADA das Produkt- und Darreichungsportfolio harmonisieren und die Vertriebsanstrengungen in ausgewählten europäischen Märkten mit großem Wachstumspotenzial verstärken.

Weiterer Ausbau des Markenprodukt-Geschäfts: Die Organisationsstruktur im Bereich Markenprodukte wird konsequent auf eine zentrale Steuerung der Internationalisierungs-Projekte ausgerichtet. Neben sieben bereits ausgewählten Produkten, deren Internationalisierung seit Monaten vorangetrieben wird, dient die neue Organisationsstruktur vor allem dazu, bislang vornehmlich regionale Champions mit Internationalisierungspotenzial zu identifizieren und gezielt auf einen Start in anderen Ländern vorzubereiten. Ebenso wie im Geschäftsfeld Generika hat der Konzern auch im Bereich Markenprodukte eine Initiative zur Reduzierung der Produktkomplexität gestartet.


Konsequentes Kostenmanagement:

Hierzu gehört die Optimierung des Supply Chain Managements sowie der Beschaffungsprozesse und -organisation. Darüber hinaus werden langfristige Verbesserungsmaßnahmen zur Reduktion der internen Produktionskosten geprüft, wie zum Beispiel Einführung eines globalen Produktionssystems und die Optimierung des Produktionsnetzwerks. Beides sind Maßnahmen, mit denen STADA langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen wird.

Auf Basis dieser Initiativen hatte STADA am 17. März 2017 den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit darüber informiert, die zuletzt am 11. Juni 2016 kommunizierten Mittelfristziele zu erhöhen. Demnach soll im Geschäftsjahr 2019 ein bereinigter Konzernumsatz von 2,650 bis 2,700 Milliarden Euro erzielt werden (bislang: rund 2,6 Milliarden Euro). Beim bereinigten EBITDA rechnet der Vorstand mit einer Spanne zwischen 570 und 590 Millionen Euro (bislang rund 510 Millionen Euro). Der bereinigte Konzerngewinn soll auf 250 bis 270 Millionen Euro steigen (bislang: rund 250 Millionen Euro). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit soll sich auf 560 bis 580 Millionen Euro verbessern. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2019 bei knapp 22 Prozent liegen. Mittelfristig rechnet der Vorstand zudem mit weiteren Effizienzsteigerungen und damit verbunden mit einer weiteren Verbesserung der EBITDA-Marge auf rund 23 Prozent.


Neues Vorstandsmitglied Dr. Barthold Piening tritt Amt vorzeitig zum 1. April 2017 an

Das neue STADA-Vorstandsmitglied Dr. Barthold Piening wird seine Tätigkeit vorzeitig zum 1. April 2017 aufnehmen. Im Vorstand wird er vor allem für die Bereiche Produktion, Supply Chain, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie sowie Qualitätssicherung und -kontrolle verantwortlich sein.


Ergebnis 2016 – finale Zahlen bestätigen guten Jahresabschluss


Steigerung beim Konzernumsatz

Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich in 2016 um 1 Prozent auf 2.139,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2.115,1 Millionen Euro). Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz wies einen Zuwachs von 3 Prozent auf 2.167,2 Millionen Euro auf (Vorjahr: 2.100,4 Millionen Euro).


Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen

Die Ertragslage wurde im Berichtsjahr durch hohe Sondereffekte – insbesondere durch Aufwandseffekte aus Reorganisationsentscheidungen – geprägt, die sich auf insgesamt 116,7 Millionen Euro vor beziehungsweise 91,4 Millionen Euro nach Steuern beliefen (vgl. „STADA-Überleitungsrechnung – Sondereffekte 2016“ auf Seite 9 und 10).

Das ausgewiesene operative Ergebnis verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang von 20 Prozent auf 178,1 Millionen Euro (Vorjahr: 223,7 Millionen Euro). Das bereinigte operative Ergebnis zeigte ein Wachstum von 4 Prozent auf 294,4 Millionen Euro (Vorjahr: 283,8 Millionen Euro). Das ausgewiesene EBITDA ging um 4 Prozent auf 361,5 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 377,1 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA zeigte eine Steigerung von 2 Prozent auf 398,0 Millionen Euro (Vorjahr: 389,4 Millionen Euro). Der ausgewiesene Konzerngewinn reduzierte sich um 22 Prozent auf 85,9 Millionen Euro (Vorjahr: 110,4 Millionen Euro). Der bereinigte Konzerngewinn legte um 7 Prozent auf 177,3 Millionen Euro zu (Vorjahr: 165,8 Millionen Euro). Das ausgewiesene Ergebnis je Aktie war auf 1,38 Euro rückläufig (Vorjahr: 1,79 Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,85 Euro (Vorjahr: 2,69 Euro).


Deutliche Verbesserung beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 333,5 Millionen Euro (Vorjahr: 311,7 Millionen Euro). Der Free Cashflow betrug 160,9 Millionen Euro (Vorjahr: 133,5 Millionen Euro). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen beziehungsweise Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 243,0 Millionen Euro (Vorjahr: 212,4 Millionen Euro).


Verbesserung Verhältnis Nettoverschuldung und bereinigtes EBITDA

Die Nettoverschuldung konnte zum Bilanzstichtag auf 1.118,2 Millionen Euro reduziert werden (31.12.2015: 1.215,7 Millionen Euro). Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA verbesserte sich 2016 auf 2,8 (Vorjahr: 3,1).


Guidance für 2017

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz einen Wert zwischen 2,280 und 2,350 Milliarden Euro, beim bereinigten EBITDA zwischen 430 und 450 Millionen Euro und beim bereinigten Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Millionen Euro.

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