Talanx strebt eine Anhebung der Dividende an

Talanx: Die Talanx Gruppe ist im Geschäftsjahr 2019 deutlich gewachsen, hat mit 923 Mio. EUR ein Rekordergebnis erzielt und schlägt der Hauptversammlung eine erneute Dividendenanhebung um 5 Cent auf 1,50 EUR je Aktie vor. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um 13 Prozent auf 39,5 (34,9) Mrd. EUR, wechselkursbereinigt um 12 Prozent.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 2,4 (2,0) Mrd. EUR. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 31 Prozent und erreichte mit 923 (703) Mio. EUR ein neues Rekordergebnis. Dieses beruht auf einem Gewinnanstieg in allen vier Geschäftsbereichen, besonders stark hat sich dabei die Industrieversicherung verbessert.

Das Programm „20/20/20“, das eine Profitabilisierung der Feuerversicherung zum Ziel hatte, ist erfolgreich abgeschlossen.  Die Eigenkapitalrendite des Konzerns lag mit 9,8 (8,0) Prozent über der unterjährig auf „mehr als 9,5 Prozent“ angehobenen Prognose. Talanx bekräftigt die Prognose, 2020 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von „mehr als 900 Mio. EUR“ bis zu 950 Mio. EUR zu erzielen.

 

Großschadenbelastung übersteigt Jahresbudget

Insgesamt lag die Belastung durch Großschäden mit 1,3 (1,2) Mrd. EUR vor allem durch die Schadenrückversicherung leicht höher als im Vorjahr und überstieg das Jahresbudget von 1,2 Mrd. EUR.  Hiervon entfielen in Summe 363 (394) Mio. EUR auf die Erstversicherung, die übrigen 956 (850) Mio. EUR auf die Rückversicherung.

War das erste Halbjahr noch durch einen sehr moderaten Großschadenverlauf bei Naturkatastrophen gekennzeichnet, lag das zweite Halbjahr deutlich über den Erwartungen.

 


 

Infolge einer erhöhten Großschadenbelastung aufgrund der Hurrikane auf den Bahamas und in den USA sowie der Taifune in Japan lag die kombinierte Schaden-/Kostenquote mit 98,3 (98,2) Prozent auf Vorjahresniveau. Das versicherungstechnische Ergebnis fiel großschadengetrieben um 11 Prozent und lag bei -1,8  (-1,6) Mrd. EUR.

Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 15 Prozent auf 4,3 (3,8) Mrd. EUR. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis erhöhte sich von 392 auf 898 Mio. EUR.

Gründe dafür sind insbesondere ein erfreulicher Einmaleffekt im Segment Personen-Rückversicherung im Zuge der Anteilsumstrukturierung bei der Viridium-Gruppe sowie die zum Vorjahr höhere Realisierung zur Finanzierung der wieder erhöhten Zinszusatzreserve (ZZR) im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland.

In der Folge stieg die Kapitalanlagerendite leicht auf 3,5 (3,3) Prozent. Die Talanx wird auch 2020 an ihrer Anlagepolitik festhalten, Marktrisiken zu begrenzen. Die konservative Kapitalanlagepolitik unter stetigem Ausbau der Infrastrukturinvestitionen wird fortgesetzt.

 

Ausschüttung von gut 41 Prozent des Gewinns vorgeschlagen

Der Hauptversammlung am 7. Mai 2020 wird eine Anhebung der Dividende auf 1,50 (1,45) EUR je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von gut 41 Prozent des IFRS-Gewinns.

Die Dividendenrendite, bezogen auf den Durchschnittskurs der Aktie im Jahr 2019, liegt bei 4,0 (4,3) Prozent.

Seit dem Börsengang von Talanx 2012 hat sich die Dividende von anfänglich 1,05 EUR je Aktie Jahr für Jahr um insgesamt mehr als 40 Prozent erhöht.

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