US-Dollar: Zwei Schlüsselereignisse – zwei mögliche Strategien

XTB:

Der US-Dollar hatte einen gemischten Start ins Jahr 2017. Obwohl die makroökonomische Situation der USA solide bleibt, besteht immer noch eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine expansive Geldpolitik in der Zukunft. Ein so genannter ‘’Trump Trade’’ hat den US-Dollar  zwar gestärkt, jedoch hat dieser Effekt nachgelassen, da der Präsident noch keine Änderungen in marktrelevanten Bereichen (Steuerrecht, infrastrukturelle Ausgaben, etc.) durchgeführt hat. Vielmehr hat er seinen Fokus auf umstrittene Maßnahmen gerichtet, die wiederum große Unsicherheit in den Märkten verursacht haben. Trumps Politik wird zwar für die nächsten Monate ganz oben auf der Markt-Agenda bleiben, aber dabei sollte man nicht die Entscheidung der Fed sowie die Non-Farm Payrolls und deren Auswirkungen auf den US-Dollar aus dem Blick verlieren. Im Folgenden interpretieren wir beide Ereignisse und präsentieren zwei mögliche Tradingansätze.

 

Bekanntmachung der Fed (Donnerstag, 19:00 Uhr GMT) – der Offenmarktausschuss hat im Dezember bedeutende Bewegungen im Markt verursacht. Ausschlaggebend war die Ankündigung, dass es 2017 möglicherweise zu drei Zinserhöhungen kommen wird. Der Markt passte sich schnell darauf an, jedoch hat ein Mangel an deutlichen Ansagen bezüglich der geplanten Maßnahmen seitens der Trump Administration eine Unsicherheit mit sich gebracht. Besagte Unsicherheit führte dazu, dass die Erwartungen auf lediglich zwei Erhöhungen runtergeschraubt wurden. Dieser Umstand scheint entscheidend zu sein, da wir nicht glauben, dass die Fed ihre Richtung ändern wird oder von einer Erhöhung im März absieht. Eine solide Aussage könnte positive Auswirkungen auf den USD haben.

 

Non-Farm Payrolls Bericht (Freitag, 13:30 Uhr, GMT) – der Arbeitsmarkt befindet sich weiterhin im Zentrum der Aufmerksamkeit seitens der Fed. Der Markt erwartet einen Anstieg der Arbeitszahlen auf etwa 171 Tausend. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,7 Prozent, was wiederum den Fokus auf die Gehaltsdynamik richtet. Wir haben zwar einen Anstieg bei den Stundenlöhnen gesehen, jedoch muss dieser Anstieg weiter andauern, damit die Fed die Zinssätze erhöhen wird. Es wird erwartet, dass die jährlichen Lohnerhöhungssätze auf 2,8% fallen werden. Im Dezember lagen diese bei unerwarteten 2,9%. Somit wäre eine Erhöhung von mehr als 3% im neuen Bericht unterstützend für den Dollar.

Die Lohnerhöhungen werden im neuen Non-Farm Payroll Bericht entscheidend sein. Quelle: Macrobond, XTB Research – 2 mögliche Trading Strategien

 

USD/NOK – die Stimmung ist gegen den Dollar. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Investoren von einer sehr positiven Sicht auf eine sehr vorsichtige Einstellung gegenüber dem US-Dollar gewechselt haben. Somit könnten positive Überraschungen in einem der beiden Verlautbarungen eine Erneuerung des Interesses an die US-Währung zur Folge haben. Wir können erkennen, dass sich der USD/NOK in einer mehrjährigen Konsolidierungsphase befindet, zur Zeit auf ein Level von etwa 8,3. Somit könnte dieser Bereich als eine Unterstützung in einem USD-positiven Szenario dienen und dem Paar zu einem Anstieg auf 8,6 – 8,7 dienen. Das Währungspaar sieht interessant aus, da Öl den Anschein macht überkauft zu sein (eine spekulative Positionierung in Rekordhöhe ist der Grund für diesen Eindruck). Geringere Ölpreise könnten positive Auswirkungen auf den USD/NOK haben.

NOK begünstigt von höheren Ölpreisen und der USD-Korrektur. Könnte der Wendepunkt bei 8,3 liegen? Quelle: xStation 5

.

USD/JPY  sollten die Fed/Non-Farm Payrolls Berichte weitestgehend neutral sein, könnten wir eine Weiterführung der USD-Korrektur erleben, da die Marktstimmung unvorteilhaft verbleiben könnte. Der USD/JPY wird stark von US langzeit-Renditen beeinflusst und es ist möglich, dass diese in Zukunft steigen könnten. Bei 111,34 befindet sich eine sehr starke Unterstützungslinie. Diese könnte einen Wendepunkt für das Währungspaar darstellen. 
 


USD/JPY ist in letzter Zeit gefallen, wobei sich eine Unterstützungslinie bei 111,34 befindet. Quelle: xStation 5

.

 

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen stellen keine Handlungsansätze von XTB dar. Telefonate können aufgezeichnet werden.

X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist Finanzdienstleister mit registriertem Sitz in der Mainzer Landstraße 47, 60329 Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main, Deutschland; Handelsregisternummer: HRB 84148. X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist registriert bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegt grundsätzlich der Aufsicht und Kontrolle der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge