Viele Argumente sprechen für Aktienbesitz im Rentenalter

Credit Europe Bank: Das mit viel Fleiß angesparte Vorsorgevermögen in Aktien anzulegen – mit dieser Vorstellung können sich viele Rentner nicht so recht anfreunden. Schließlich unterliegen Aktien starken Wertschwankungen und bieten wenig Sicherheit.

Andererseits sind Aktien die einzige Anlageform, die langfristig überdurchschnittliche Renditen einfährt. Bei nüchterner Betrachtung sprechen viele Gründe für Aktienbesitz auch im Rentenalter.

Auf dem Sparbuch entwertet sich das Vermögen
Der erste Grund ist der anhaltende Zinsnotstand. Da es kaum Zinsen auf Sparbücher gibt, entwertet sich mit der Zeit das Vermögen. Schließlich sind die Inflationsverluste höher als der Zinsgewinn.

Ein Beispiel:
Guthaben auf einem Sparbuch, das sich mit 0,1 Prozent pro Jahr verzinst, verlieren bei einer Inflationsrate von 1,5 Prozent jedes Jahr 1,4 Prozent an Wert. 200.000 Euro sind in 10 Jahren dadurch nur noch 174.000 Euro wert, in 20 Jahren nur noch 151.000 Euro!

Bei höherer Inflation ist der Wertverlust noch größer. Anleger brauchen also renditestärkere Anlageformen.

Rentner haben einen langen Anlagehorizont
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern und Frauen liegt deutlich über 80 Jahren, das heißt, ab Renteneintritt verbleiben noch 20 oder mehr Sparjahre.

Eine so große Zeitspanne genügt, um den Teil des Vermögens, der nicht kurzfristig für die Sicherung des Lebensunterhalts benötigt wird, erfolgreich in Aktien und Aktienfonds zu investieren und Börsenschwächen erfolgreich zu überbrücken. Außerdem gibt es ja zumeist eine gewisse Erbmasse, die langfristig für die nachfolgende Generation in Aktien angelegt sein kann.

 


 

Lange Anlagedauer sorgt für positive Renditen
Aktieninvestments erwirtschaften langfristig deutlich über der Inflationsrate liegende Renditen. Außerdem zahlt sich Ausdauer für Aktiensparer aus. Zwar gibt es immer wieder schlechte Börsenjahre, aber die Wahrscheinlichkeit auf eine positive Rendite ist bei einem Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren überwältigend groß.

Das zeigt auch ein Blick auf die Wertentwicklung des breit gefächerten MSCI-World-Index. Eine Studie wies kürzlich nach, dass ab einem Anlagehorizont von 15 Jahren im letzten halben Jahrhundert –unabhängig vom Ein- und Ausstiegszeitpunkt – der Index immer positive Renditen erzielte. Die errechnete Durchschnittsrendite betrug unter Einbeziehung von Dividendenzahlungen und nach Kosten für die vergangenen 48 Jahre immerhin 6,8 Prozent.

Aktien ermöglichen flexible und preiswerte Zusatzrente
Senioren, die ihre Zusatzrente selbst kreieren wollen, um Kosten zu sparen, haben mit Aktienfonds und ETFs beste Voraussetzungen. Im Gegensatz zu Versicherungslösungen sind Fondsdepots absolut flexibel, Depotinhaber können jederzeit Ein- und Auszahlungen tätigen und schnell auf Marktänderungen reagieren.

Um regelmäßige Auszahlungen sicherzustellen, empfiehlt es sich, den Teil des Vermögens, aus dem für einen festgelegten Zeitraum planbare Auszahlungen erfolgen sollen, schwankungsarm und ertragreich anzulegen. Infrage kommen Renten- und Immobilienfonds. Der übrige Kapitalstock kann langfristig in Aktien investiert bleiben und so weiter Vermögenszuwächse generieren.

Nach Ende der ersten Auszahletappe kann man die Gewinne aus dem „Wachstumstopf“ entnehmen und in den schwankungsarmen „Auszahltopf“ stecken. Je nach Höhe des Kapitalstocks bzw. der Entnahmesummen ist dadurch eine monatliche Zusatzrente mit oder ohne Vermögensverzehr möglich.

 


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