Wieder mal Stühlerücken im DAX – Rheinmetall und Beiersdorf mit Chancen

CMC Markets: Am Ende dieser Handelswoche ist es wieder soweit: Die Deutsche Börse entscheidet in einer sogenannten außerordentlichen Überprüfung darüber, wer eventuell die Auswahlindizes, darunter auch den Deutschen Aktienindex, verlassen muss und wer den frei gewordenen Platz im Gegenzug einnehmen darf.

Neben generellen Standards ist das Kriterium dafür die Marktkapitalisierung.

Und weil das so ist, steigen an diesen Terminen immer öfter Unternehmen auf, die zeitweise eine gute Kursentwicklung hinter sich haben, während diejenigen, die stark verloren haben, um ihren Platz in einer der begehrten Indizes bangen müssen.

Das „Rein und Raus“ könnte weitergehen

Bereits bei der letzten Anpassung im März wurden mit Daimler Truck und Hannover Rück zwei Unternehmen in die erste Börsenliga aufgenommen und die ehemaligen Neulinge Siemens Energy und Beiersdorf mussten dafür wieder weichen.

Der Kosmetikhersteller hat jetzt sogar die Chance, als eher defensives Unternehmen erneut in den DAX aufgenommen zu werden, da die Corona-Pandemie erst viele Gewinner aus dem Wachstumssegment zu Tage befördert hat, deren Aktien mit dem Ende von Lockdowns und Homeoffice jetzt wieder in sich zusammenbrechen.

Dazu gehören auch die beiden Lieferdienste Delivery Hero und Hellofresh.

Corona-Gewinner sind abgerutscht

Vor allem um Delivery Hero gab und gibt es seit der Aufnahme bis heute viele Diskussionen. Man spricht dem Unternehmen ganz einfach die DAX-Tauglichkeit ab.

Seit Jahren schreibt Delivery Hero Verluste und betreibt im Grunde selbst kein Geschäft oder Dienstleistung in Deutschland.

Einige Anleger fürchten gar eine zweite Wirecard im Index zu haben.

 

 

Bei Hello Fresh ist die Situation nicht ganz so extrem, allerdings ist ein Bring- und Lieferdienst nicht wirklich ein Aushängeschild für eine Hightech- und Industrienation wie Deutschland.

Nach dem deutlichen Kursrückgang in den vergangenen Monaten sind beide Unternehmen in der Indexrangliste für den Mai auf die Plätze 45 und 46 zurückgefallen, wobei sich jüngst zumindest eine kleine Gegenbewegung abzeichnete.

Rheinmetall erlebt Sonderkonjunktur

Was mögliche Nachfolger angeht, steht neben Beiersdorf rein ideologisch mit Rheinmetall nun ebenfalls ein kontroverses Unternehmen in den Startlöchern. Durch den Schub des neuen 100 Milliarden schweren Rüstungspakets der Bundesregierung gelang der Rheinmetall-Aktie eine extreme Rally und der Sprung auf Platz 35 nach Marktkapitalisierung.

Damit verfehlt das Unternehmen allerdings noch knapp den für die sogenannte „Fast Entry“-Regel notwendigen Rang 33.

Für etwas mehr Kontinuität im DAX wäre es sicherlich auch gut, wenn es bei der aktuellen Platzierung bliebe, um nicht schon wieder einen Wechsel zu provozieren, der ähnlich wie bei den einstigen Corona-Gewinnern nur einer kurzen Sonderkonjunktur geschuldet ist.

Beiersdorf liegt übrigens aktuell auf Platz 34, das Unternehmen ist aber Ein- und Ausstiege in und aus dem DAX 40 gewohnt.

Bilanz nach acht Monaten DAX40 nicht einfach

Knapp acht Monate nach der Erweiterung des deutschen Aktienindex von 30 auf 40 Werten lässt sich übrigens der Erfolg der Maßnahme noch nicht evaluieren, da zu viel externe Faktoren die bisherige Börsenentwicklung bestimmt haben.

Auf den ersten Blick könnte allerdings die gewisse Robustheit gegenüber den aktuellen Belastungsfaktoren ein Indiz dafür sein, dass sich die insgesamt höhere Marktkapitalisierung auszahlt.

 

 

Grundsätzlich sollten jedoch Anpassungen nicht zu häufig erfolgen, da ansonsten die jeweiligen Aktien an ihren Hochpunkten entsprechend in den Index kommen und dann als potenzielle Rohrkrepierer schnell wieder weichen müssen.

Daher könnte eine leichte Änderung der bisher strengen Regeln angebracht sein, ohne auf die wichtigsten Qualitätsmerkmale zu verzichten.

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