Wirtschaftskalender: Ist beim Brexit ein “No Deal”-Szenario möglich?

XTBMakroökonomische Daten standen letzte Woche im Schatten der Politik: Brexit-Chaos, italienischer Haushalt, USA-China-Handelsstreit. Auch diese Woche wird sich daran wahrscheinlich nichts ändern, wobei das Brexit-Thema die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte. Ölhändler erwarten wie immer das Update zu den Rohöl-Lagerbeständen. 
Großbritannien | Brexit-Deal (Ganze Woche, EU-Gipfel möglicherweise am Sonntag)
Wird es einen Brexit-Deal geben oder nicht? Letzte Woche begann alles recht positiv, als Großbritannien und die EU eine Einigung erzielten und diese dann von der britischen Regierung akzeptiert wurde. Allerdings war von Anfang an klar, dass eine wackelige Koalition mit vielen Befürwortern eines harten Brexit das größte Risiko vor der Parlamentsabstimmung war. Diese Befürchtungen erwiesen sich als 100% wahr, als Rücktritte folgten und die Brexit-Befürworter mit einem Misstrauensvotum gegen Theresa May drohten. Theoretisch könnte es am kommenden Sonntag ein EU-Sondergipfel geben, um das Abkommen abzuschließen.

Doch wird die Premierministerin bis dahin durchhalten?

Offensichtlich würde ihr Sturz ein “No Deal”-Szenario wahrscheinlicher machen, was wiederum schwerwiegende Folgen für das britische Pfund hätte.

Betroffene Märkte: GBPUSD, UK100.

 


 

Eurozone | EZB-Sitzungsprotokoll (Donnerstag, 13:30 Uhr) und Weidmann-Rede
Das letzte EZB-Treffen schien positiv zu verlaufen, allerdings brach der EURUSD in den folgenden Tagen ein. Offensichtlich war Italien die treibende Kraft bei dieser Entwicklung. Die Zinserwartungen verschieben sich nämlich, da die Investoren beginnen, die Zinserhöhung für 2019 in Frage zu stellen. Erhalten wir im Sitzungsprotokoll der EZB mehr Hinweise oder wird Bundesbank-Chef Jens Weidmann (potenzieller Nachfolger von Mario Draghi) den Euro stärken?
Betroffene Märkte: EURUSD, DE30.

USA | DoE-Bericht zu Rohöl-Lagerbeständen (Mittwoch, 16:30 Uhr)
Der Einbruch der Ölpreise wurde letzte Woche gestoppt, aber sicherlich nicht wegen der Rohöl-Lagerbestände aus den USA, da diese einen weiteren erheblichen Anstieg von mehr als 10 Mio. Barrel verzeichneten. Die Schlüsselunterstützung bei der Ölsorte WTI sowie die angekündigten Förderkürzungen der OPEC trieben den Preis etwas höher. Es sei angemerkt, dass der saisonale Anstieg bei den Lagerbeständen in den letzten Wochen der stärkste in diesem Jahrzehnt war. Die Anleger werden daher mit großer Spannung auf den nächsten Bericht warten.
Betroffene Märkte: OIL, OIL.WTI

 


 

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