Wohin mit all dem Geld?

Helaba: Das in der kommenden Woche veröffentlichte Geldmengenwachstum dürften das Bild üppig vorhandener Liquidität bestätigen. Die kurzfristig verfügbaren Einlagen bei den Banken im Euroraum sind seit Ausbruch der Pandemie sprunghaft gestiegen.

Lag das Volumen am Jahresanfang 2020 noch bei 10,1 Billionen Euro, so kletterte es zuletzt auf rund 11,5 Billionen Euro. Im Gegensatz zur Finanzkrise 2007/2008, als Abflüsse zu verzeichnen waren, bedeutet dies einen rekordverdächtigen Zuwachs.

Die Banken stellt dieser Vertrauensbeweis jedoch vor erhebliche Probleme: EZB-Einlagensatz und Geldmarktsätze liegen bei -0,5 %, am Rentenmarkt sind positive Renditen nur mit erheblichen Risiken zu erzielen.

Bleibt zu hoffen, dass sich mit Eindämmung der Pandemie die Konsumzurückhaltung schnell auflöst. Allerdings deuten seit Jahren kontinuierlich hohe Zuflüsse darauf hin, dass sich das Anlageverhalten konservativer Investoren durch Negativzinsen und flache Zinskurven massiv verändert hat.

 


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