WTI Rohöl: enorme Korrekturbewegung

ActivTrades: Wer hätte das noch vor ein paar Monaten gedacht? Die beiden Rohölkontrakte Brent Crude in London und Light Sweet Crude in New York haussierten aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs. Im Frühjahr sah es wirklich nicht einmal ansatzweise danach aus, als könnte man im Gesamtjahr 2022 noch mal von zweistelligen Notierungen beim „schwarzen Gold“ sprechen.

Viele konzertierte Aktionen der Regierungen führten zu Freigaben von Rohölreserven.

Der wahre Erfolg in Bezug auf einen fallenden Rohölpreis wäre jedoch tatsächlich der US-Notenbank zuzuschreiben.

Die Federal Reserve allein war es, die durch ihre straffe Geldpolitik mit den vielen starken Zinsanhebungen dafür gesorgt hat, dass das US-Wirtschaftswachstum merklich zurückkam und so auch der Druck vom Rohölmarkt sukzessive entwich.

Obendrein schwächelt eine der extrem nach Rohöl „durstende“ Volkswirtschaft, nämlich China.

 

Wird der Rohölpreis in den nächsten Jahren wieder horrend ansteigen?

Darf man über einen längeren Zeitraum also wieder mit dreistelligen Notierungen rechnen? Nicht, wenn es nach der US-Energiebehörde „EIA“ (Energy Information Administration) geht. Im Rahmen ihre „Short-Term Energy Outlook“ mit dem Stichtag vom 09. August 2022 prognostizierte die EIA für das Jahr 2022 im Durchschnitt einen WTI-Preis in Höhe von 98,71 US-Dollar und für 2023 89,13 US-Dollar (für die Sorte Brent geht man für 2022 von einem Durchschnittspreis von 104,78 US-Dollar und für 2023 von 95,13 US-Dollar aus).

Die EIA schätzte die tägliche Rohölnachfrage auf 98,8 Millionen Fass für den Monat Juli – dies entspräche einem Plus von 0,9 Millionen Fass pro Tag im Vergleich zum Juli 2021.

 


 

Für das Gesamtjahr 2022 sieht man die tägliche Nachfrage bei 99,4 Millionen Fass – ein Plus von 2,1 Millionen Fass pro Tag im Vergleich zum Jahr 2021. Für das Gesamtjahr 2023 geht man von einer nochmaligen Steigerung auf 101,5 Millionen Fass pro Tag aus.

Die US-Produktion dürfte sich im Jahr 2022 auf etwa 11,9 Millionen Fass pro Tag einpendeln und könnte in 2023 auf 12,7 Millionen Fass pro Tag ansteigen. Die USA würden damit einen neuen Produktionsrekord erzielen.

In der jüngsten Zeit hatte sich die Rohölnachfrage in den USA abgekühlt, was zu weiter zurückfallenden Notierungen führte.

Der wöchentliche Status-Report der EIA „Weekly Petroleum Data“, der die wöchentlichen Rohöllagerbestände der USA enthält, wies einen Lageraufbau von 5,5 Millionen Fass.

Die US-Lager weisen derzeit einen Bestand von 432,0 Millionen Fass aus (die strategische Rohölreserve ist da noch nicht inkludiert, die derzeit auf weitere 464,6 Millionen Fass kommt).

 

WTI Rohöl – der Blick in den Chart

Die Analyse erfolgt hier im Tageschartbild anhand des CFDs auf den WTI Light Crude Oil Spot. Um die nächsten Ziele der Bullen und Bären näher definieren zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen.

Die webbasierte Handelsplattform „ActivTrader“ erzeugt dann die Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen, die zur näheren Bestimmung der Ziele zur Ober- und Unterseite herangezogen werden können.

 

 

Ausgehend vom letzten Verlaufstief des 14. Juli 2021 von 88,29 US-Dollar bis zum letzten Zwischenhoch des 29. Juli 2021 von 100,91 US-Dollar, wären die nächsten Widerstände bei der Marke von 94,60 US-Dollar (0.50%), 96,09 US-Dollar (0.382%), 97,93 US-Dollar (0.236%) und 100,91 US-Dollar (0.00%) abzuleiten.

Die Unterstützungen kämen bei der Marke von 88,29 US-Dollar (1.00%), sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 85,31 US-Dollar (1.236%), 83,47 US-Dollar (1.382%) und 80,49 US-Dollar (1.618%) in Frage.

Dem Chartbild wurden hier zudem die beiden EMAs (EMA100 in blauer Farbe und EMA200 in roter Farbe) hinzugefügt.

Die jeweiligen Kurszielbereiche der Bullen und der Bären wären jeweils mit einem Reckteck (in grüner und roter Farbe) visualisiert. Zur Oberseite wäre ein Test des Verlaufshochs von 100,91 US-Dollar in Kombination mit dem Touchieren der EMA100 möglich.

Zur Unterseite könnte sich eine Bewegung bis zu der 1,618prozentigen Fibonacci-Projektion von 80,49 US-Dollar ausdehnen.

Der Relative-Strength-Index wies zum Zeitpunkt dieser Analyse eine neutrale Marktverfassung auf und lag bei 41,61 Punkten.

 

Wichtige Indikatoren der technischen Analyse:

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