XTB: DAX: Alle warten auf Big Ben´s letzten Schlag

XTB: Heute startete der deutsche Leitindex mit einem leichten Minus von 0,4% bei 9.357 Punkten, nachdem er am Freitag noch um 2,5% eingebrochen war. Allgemein sah die vergangene Woche nicht sonderlich gut aus, denn die starken Schwankungen der Währungen in den Schwellenländern hatten den Börsen weltweit zugesetzt. Das führte dazu, dass auch der Dow Jones am Freitag 2,5% verlor und damit unter die Marke von 16.000 Punkten rutschte.

 

Heute zogen dann die Börsen in Asien nach. In Tokio verlor der Nikkei zum Handelsbeginn rund 3% und schaffte es auch nur knapp zum Ende hin die 15.000 Punkte Marke zu verteidigen. Da die Probleme in den Schwellenländern sehr eng mit der zukünftigen Geldpolitik Amerikas verbunden sind, richten sich nun wieder einmal alle Blicke auf die FED. Diese tagt am Mittwoch zum letzten Mal unter der Führung von Ben Bernanke über ihren geldpolitischen Kurs. Dabei gibt es zwei mögliche Szenarien.

 

Szenario 1 wäre, dass die FED ihre monatlichen Anleihekäufe weiterhin zurückfährt und auf 65 Milliarden Dollar reduziert. Das würde einen Ausverkauf an den Börsen bedeuten, da sich nun viele Anleger wieder den Anleihen mit ihren garantierten Renditen widmen würden.

 

Szenario 2 wäre eher etwas überraschend. Es würde bedeuten, dass die FED ihre lockere Geldpolitik vorerst nicht ändert, was die Märkte wiederherum sehr positiv auffassen würden. Dann wäre ein zweiter Versuch die Marke von 10.000 Punkten zu erklimmen auch wieder denkbar. Wahrscheinlicher ist jedoch das 1. Szenario, daher bleibt abzuwarten in welcher Höhe die Federal Reserve ihre Anleihekäufe drosselt.

 

Nun aber wieder zurück nach Deutschland. Hier stand heute Morgen die Veröffentlichung des Ifo-Index an. Experten erwarteten hier einen leichten Anstieg von 0,7 Punkten auf 110,2 Punkte.  Das Ergebnis, dass das Münchner Institut um 10.00 Uhr veröffentlichte, fiel mit 110,6 Punkte sogar noch besser aus. Damit liegen die Erwartungen so hoch wie seit 3 Jahren nicht mehr und auch für das nächste halbe Jahr scheinen die knapp 7.000 befragten Manager positiv gestimmt zu sein. Ob es heute weiterhin so positiv läuft bleibt abzuwarten, denn es folgen noch Zahlen zum Immobilienmarkt aus  den USA, sowie gegen Abend die Zahlen von vom Kultunternehmen Apple und dem weltgrößten Hersteller von Baumaschinen Caterpillar.

 

Deutsche Bank: Keine Ruhe in Sicht

Es wird einfach nicht still um Deutschlands größtes Geldhaus. Nachdem die OECD sowohl der Deutschen Bank, als auch der Commerzbank ein deutliches Defizit beim Kapital unterstellt hatte, folgt nur ein neuer Skandal. Insgesamt 2,9 Millionen Euro zahlt die deutsche Bank an Anleger aus Spanien, für deren Verluste beim Zusammenbrechen der amerikanischen Bank Lehman Brothers. Dabei wird den Frankfurtern vorgeworfen, seine Anleger nicht ausreichend über die möglichen Risiken informiert zu haben.  Zwar ist diese Summe nicht sonderlich hoch im Vergleich zu den Milliardenstrafen aus der Vergangenheit, aber dem Image der Bank schadet es trotzdem, nachdem man versucht aus den negativ Schlagzeilen heraus zu kommen.

 

Weiterhin gibt es Neuigkeiten aus dem LIBOR-Skandal. Hier hält die Deutsche Bank ihren Co-Vorstandschef Anshu Jain, laut einem Bericht der FAS, für entlastet. Diese Erkenntnis gewann man nun, nachdem interne Ermittler über 60 Millionen Dokumente überprüft hatten und man mehrere hunderte Angestellte befragt hatte. Damit sei nun die Unschuld Jain´s bewiesen und der Aufsichtsrat sehe keinen Grund mehr von ihm abzurücken. Offiziell wurde die Mitteilung jedoch noch nicht bestätigt und man wolle sich zu dem Thema auch nicht äußern. Den Aktionären schien die Nachricht über eine erneute Strafzahlung nicht sonderlich zu schmecken und so startete die Aktie der Deutschen Bank zu Beginn leicht im Minus. Momentan geht es aber wieder aufwärts und die Aktie liegt mit 0,07 Prozent hauchdünn im Plus.

 

Lanxess: Ein alter Bekannter wird überraschend neuer Vorstandschef

Der Leverkusener Spezialchemiekonzern Lanxess überraschte am heutigen Montag sowohl Anleger als auch Mitarbeiter. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Axel Heitmann wird den Konzern Ende Februar 2014, nach fast 10 Jahren in der Chefetage verlassen. Der Aufsichtsrat möchte frischen Wind in die Vorstandsetage bringen, um die aktuellen Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen. Der neue Mann an der Konzernspitze wird ein alter Bekannter. Es ist der frühere Finanzvorstand Matthias Zachert, der momentan noch beim Konkurrenten Merck unter Vertrag steht. Den Anlegern schien diese überraschende Neuigkeit zu gefallen und so schoss die Aktie von Lanxess um mehr als 8 Prozent nach oben. Im Gegenzug verlor das Papier von Merck über 10 Prozent.

 

SAP:  Der Geldspeicher wird für mögliche Übernahmen geöffnet

Nachdem der Konzern vergangene Woche seine Zahlen offen gelegt hatte, meldete sich nun der SAP-Finanzvorstand Werner Brandt in einem Interview zu Wort. Dieser bestätige die zarten Andeutungen des Vorstandschef Bill McDermott über mögliche Zukäufe. Dabei sagte Brandt, dass man primär Cloud-Anbieter im Auge hätte. Konkrete Namen nannte er jedoch nicht. SAP sieht in diesem Geschäftsbereich noch enormes Wachstumspotenzial und möchte hier die Erlöse auf 2 Milliarden Euro steigern. Daher sei man auch bereit nahezu jede Größenordnung für ein interessantes Unternehmen aufzubringen. Den Aktionären gefällt die Kauflust der Walldorfer und so stieg die Aktie bereits schon um 1,1 Prozent.

 

Apple: Zahlen wir bald mit unseren iPhones an der Kasse?

Es gibt mal wieder Gerüchte um das Kultunternehmen Apple.  Die Kalifornier planen angeblich einen mobilen Bezahldienst für ihre iPhones. Dafür könnte der Fingerabdruck Sensor beim neusten iPhone sehr hilfreich sein. Dieser mobile Bezahldienst würde Apple Nutzern das Bezahlen im Appstore und bei iTunes erleichtern. Ob das Unternehmen sich dazu heute Abend äußert scheint unwahrscheinlich zu sein. Die Aktionäre scheinen sich das Treiben auch erst einmal aus sicherer Entfernung anzuschauen und abzuwarten. Das Papier von Apple notiert momentan bei 401 Euro je Anteilsschein und damit 0,25% im Minus.

 

Da diese Woche noch viele weitere Zahlen anstehen, abschließend noch eine kleine Übersicht über die Ereignisse der anstehenden Woche:
 

Dienstag, 28. Januar 2014:

 

–          USA: Conference Board Verbrauchervertrauen

–          Quartalszahlen: Yahoo, AT&T, Philips und Ford

–          Hauptversammlung und Quartalszahlen von Siemens

 

Mittwoch, 29. Januar 2014:

 

–          GfK-Konsumklimaindex

–          Ratssitzung Federal Reserve

–          Quartalszahlen: Boeing, Dow Chemical, Novartis, Fiat und Facebook

–          Endgültige Zahlen der Deutschen Bank für 2013

 

Donnerstag, 30. Januar 2014:

 

–          Quartalszahlen: Infineon, Ericsson, Exxon, Blackstone, Google und Amazon

–          HSBC China Einkaufsindex

–          USA: wöchentliche Anträge auf Arbeitslosenhilfe

–          USA: Wirtschaftswachstum für das 4. Quartal

 

Freitag, 31. Januar 2014:

 

–          Japan: Inflation des Verbraucherpreisindex

 

     Quartalszahlen: MasterCard, BT und Chevron

 

 

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