XTB: Erholungsanzeichen in den USA

Den Vereinigten Staaten von Amerika kommt in der Weltwirtschaft eine entscheidende Rolle zu. Als größte Volkswirtschaft der Welt geben die USA Ton und Richtung im internationalen Handel vor. Schwächelt dieser Riese, laufen die Geschäfte im Rest der Welt ebenfalls schlechter.

Mit $15 Bio. erwirtschaften die Vereinigten Staaten mehr als doppelt so viel Bruttoinlandsprodukt, wie das zweitplatzierte China mit $7,2 Bio. Nur die Euro-Zone mit $13 Bio. kann da mithalten. Während die Länder mit dem Euro als Gemeinschaftswährung allerdings leichte Handelsbilanzüberschüsse erwirtschaften, importieren die USA $42,92 Mrd. mehr Gütern, als sie exportieren. Das heißt, dass dort Güter nachgefragt werden, die im Rest der Welt hergestellt werden.

Gerade der Konsum ist eine entscheidende Stütze der amerikanischen Volkswirtschaft, der bis zu 70 % des BIP ausmacht. Sind die US-Verbraucher schlecht gelaunt, schauen sie pessimistisch in die Zukunft und geben weniger Geld aus, was dazu führt, dass es keine langfristige Erholung geben kann. Die Konsumlaune hängt stark von der Entwicklung des Arbeitsmarktes ab, denn wer Angst hat, morgen seinen Job zu verlieren oder garkeinen mehr hat, gibt tendenziell weniger aus.

Anfang Juli war der Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt alles andere als rosig. Der Arbeitsmarkt stagnierte bei 8,2 %, der Immobilienmarkt lag weiter brach und die Einzelhandelsumsätze gingen um 0,4 % zurück. Insgesamt stagnierte das Wirtschaftswachstum bei 1,5 % auf Jahressicht. Die Stimmung an den Börsen war schlecht, weil auch die Euro-Krise auf einen neuen Höhepunkt mit Spanien und Italien zusteuerte.

Angesichts der Abkühlung der Konjunktur, die sich nicht auf die Vereinigten Staaten von Amerika beschränkt, sondern auch im Rest der Welt erkennbar ist, wurden Forderungen nach einem Eingreifen der Notenbanken laut. Die Federal Reserve registrierte die Hoffnungen auf ein QE3 und kündigte bei weiterer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage geldpolitische Lockerungen an. Allerdings hielt sie sich bei ihrem Zinsentscheid Anfang August mit konkreten Maßnahmen noch zurück und bevorzugte es ihr Pulver trocken zu halten.

Seitdem zeigen sich leichte Erholungsanzeichen in den USA. Der Arbeitsmarkt zieht wieder an, die Baugenehmigungen befinden sich wieder auf Ständen, die man seit Jahren nicht gesehen hat, die Einzelhandelsumsätze konnten überraschend stark zulegen und auch die Industrieproduktion stieg stärker an, als erwartet. Kommt es jetzt zu einem längerfristigen Aufschwung, hat die FED das Kunststück geschafft, alleine durch ihre Rückendeckung genug Vertrauen in die Wirtschaft zurückzubringen, dass es wieder aufwärts geht.

Zwar mischen sich in die positiven Nachrichten auch negative Elemente, wie der Empire State- und der Philly Fed Index, aber der Weg scheint wieder nach oben zu führen.

Noch sind die Börsen dadurch gehemmt, dass sie die Spekulation auf QE3 wieder auspreisen muss, wenn gute Konjunkturzahlen vorliegen. Sobald diese Sondersituation vorbei ist und die Erholung dann weiterhin anhält, sieht es wieder gut aus für die Börsen in der größten Volkswirtschaft der Welt.

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