Gibt es einen Unterschied zu Effektenkredit, Lombardkredit und Wertpapierdarlehen?

Ein Effektenkredit ist ein Darlehen, das speziell zum Kauf von Effekten vergeben wird. Mit diesem Begriff werden vertretbare Wertpapiere mit einem Ertragsanspruch bezeichnet. Dazu gehören unter anderem Aktien, Anteile an Investmentfonds oder Anleihen, nicht aber Wechsel oder Schecks.

Ein Lombardkredit bezeichnet einen kurz- oder mittelfristigen Kredit, für den als Sicherheit Bankguthaben, Wertpapiere oder andere bewegliche Sachen gelten. Die Pfandleihe in einem Pfandhaus ist ebenfalls eine Form des Lombardkredits.

In der Praxis wird der Begriff Effektenkredit ebenso wie das Wort Lombardkredit häufig als Synonym für ein Wertpapierdarlehen verwendet.

Der Unterschied liegt vor allem in der Verwendung der Kreditsumme: Beim Effektenkredit wird diese ausdrücklich vergeben, damit der Kreditnehmer mit dem ausgezahlten Geld Wertpapiere kaufen kann. Ein Wertpapierdarlehen wird dagegen allgemein nur durch Wertpapiere abgesichert, die Verwendung der Kreditsumme ist jedoch nicht vorgeschrieben.

Im Alltag wird der Kreditbetrag üblicherweise für den Wertpapier-Kauf verwendet, so dass die Unterscheidung vor allem eine theoretische ist.

 

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