Erträge mit nachhaltige Investments in den Emerging Markets

  • ESG Impact Report neu aufgelegt
  • Herangehensweise an nachhaltige Schwellenländer-Investments ändert sich
  • Allgemeiner Trend: Schwenk von reiner Titelauswahl hin zu aktiver Einflussnahme

BMO Global Asset Management hat am Donnerstag über seine nachhaltige Emerging-Market-Strategie berichtet. Der "Responsible Emerging Markets Strategy ESG Profile and Impact Report" zeigt, wie man mit Emerging-Market-Anlagen neben finanziellen Erträgen auch Nachhhaltigkeitserfolge erzielen kann.

BMO Global Asset Management hat die "Responsible Emerging Markets Equity Strategy” 2010 aufgelegt. Die Strategie war einer der ersten aktiv gemanagten Emerging Markets Fonds, der ökologische, soziale und Governance-bezogene Kriterien (ESG-Kriterien) anlegt.

Dem ESG Profile and Impact Report zufolge investiert die Strategie in Unternehmen, die zu einem von sechs Nachhaltigkeitsthemen passen.

Alle Themen stehen im Zusammenhang mit den 17 Nachhaltigkeitszielen, auf die sich Regierungen auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen 2015 geeinigt haben. Sie sollen als Standard für eine nachhaltigere Zukunft dienen.

Der Bericht enthält außerdem Informationen über die Herausforderungen, die die Strategie bei ihren Emerging-Market-Anlagen zu lösen hatte. In den Schwellenländern ist Anlegerengagement noch ein recht neues Thema.

Außerdem wird berichtet, wo und wie sich BMO Global Asset Management erfolgreich bei Unternehmen engagiert und Veränderungen bewirkt hat – von besseren Governance-Standards über höhere Anforderungen an Zulieferer bis zu wirksameren Antikorruptionsmaßnahmen.

Bei traditionellen ethischen Investments ging es vor allem darum, „nichts Böses zu tun", indem man auf sogenannte Sündenaktien verzichtete. Wie der Bericht zeigt, hat sich das geändert.

Heute will man die Vorteile von Anlagen in führende nachhaltige Unternehmen nutzen und durch die Einflussnahme auf Unternehmen für Veränderungen sorgen.

Vicki Bakhshi, Director, Governance and Sustainable Investment bei BMO Global Asset Management, sagt dazu: „Anders als in den Industrieländern ist ‚Engagement‘ in den Emerging Markets ein recht neues Konzept. Deshalb kann es etwas länger dauern, Unternehmen zu erklären, warum ESG-Themen für Investoren wichtig sind. Aber wir nehmen uns Zeit und zeigen, wie man mit dem Management von ESG-Herausforderungen Risiken mindern und langfristig den Ertrag steigern kann. Dann sind die Unternehmen sehr interessiert daran, mit uns zu sprechen. Auch sie wollen ihre Prozesse verbessern, um nicht nur für ESG-Investoren, sondern für den ganzen Markt interessanter zu werden.“

Jeff Chowdhry, Lead Portfolio Manager, Responsible Emerging Market Equities bei LGM, einer Tochter von BMO Global Asset Management, fügt hinzu: „Unternehmen, die die gleichen Interessen haben wie die Gesellschaft und Lösungen für ESG-Herausforderungen finden, können auf jeden Fall nachhaltigere Werte schaffen. In allen Lebensbereichen richten wir unsere Entscheidungen an unseren Werten aus. Beim Investieren sollte das nicht anders sein. Es ist sehr schön, zu sehen, dass unser Engagement bei Portfoliounternehmen dazu beiträgt, einige der wichtigsten Probleme unserer Zeit zu lösen – und dass dies zugleich zu höheren Erträgen führt.“

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