DAX rutscht ab – Rheinmetall stürzt ab

Als wenn die heute Abend anstehenden Quartalszahlen von Micron Technology nicht bereits für genug Nervosität sorgen würden, belastete das Indexschwergewicht Rheinmetall die Stimmung an der Frankfurter Börse heute noch zusätzlich.

Der Rüstungskonzern muss einen herben Rückschlag bei der Flottenbestellung des Bundes hinnehmen und kommt dadurch unter Verkaufsdruck.

Das Minus zu Handelsschluss: satte 19 Prozent.

Rheinmetall Chart


Der Ifo-Geschäftsklimaindex lief am Vormittag zumindest leicht besser als befürchtet über die Nachrichtenticker und konnte dadurch etwas Konjunkturoptimismus schüren. Die Stimmung in den Unternehmen ist zwar noch nicht überbordend gut, hellt sich jedoch in kleinen Schritten auf.

Insgesamt halten sich die Anleger aber weiter an den Seitenlinien auf. Micron Technology könnte mit seinen Zahlen heute den entscheidenden Handelsimpuls für die internationalen Finanzmärkte liefern. Die Technologie- und speziell die Halbleiteraktien waren in den vergangenen Wochen der Kurstreiber in den Aktienindizes. Sollten die Zahlen enttäuschen, kann sich diese Aufwärtsdynamik schnell umdrehen und einen weiteren Ausverkauf, mindestens mal im Nasdaq, auslösen, aber auch andere Sektoren mit nach unten reißen.

Die Quartalszahlen von FedEx haben bereits zu einer merklichen Abkühlung der Stimmung geführt. Hier ließen sich einige negative Effekte des Iran-Krieges in Form von Preissteigerungen erkennen. Die Margen beim Logistiker geraten unter Druck, was die Analysten hellhörig werden lässt.

 

Zusätzlich belasten Reallokationsvorgänge zum Ende des zweiten Quartals die internationalen Aktienindizes, da die Renditen der Staatsanleihen zuletzt stark gestiegen sind und nun viele institutionelle Investoren ihre Aktienbestände reduzieren und Anleihebestände aufbauen. Das drückt bereits seit einigen Tagen auf die Kurse und dürfte sich noch bis zum Monatsende hinziehen.

 

DAX Chart

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