Aktie im Fokus: Warum fällt die Netflix Aktie?

ayondoDer Video-Streaming Gigant Netflix veröffentlichte gestern nach US-Marktschließung seine Q2-Ergebnisse, woraufhin der Aktienkurs im nachbörslichen Handel um satte 14% fiel.

Die Netflix-Quartalszahlen im Detail
Die Zahlen waren insgesamt recht durchwachsen: Die Erwartungen hinsichtlich des Umsatzes konnten mit 3,91 Milliarden Dollar nicht ganz erfüllt werden. Obwohl der Gewinn pro Aktie mit 0,85$ die Erwartungen von 0,79$ übertroffen haben, war es der Nutzerzuwachs, der die Stimmung trübte. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal lediglich 5,2 Millionen neue User hinzugewinnen, also etwa eine Millionen User weniger als geschätzt. Im kommenden Quartal rechne man mit 5 Millionen neuen Usern und damit einem niedrigeren Zuwachs als noch im Vorjahr.

Worauf ist der Fall der Netflix-Aktie zurückzuführen?
Der Fall der Aktie könnte auf einen leichten Gegenwind hindeuten, der vorallem durch die steigenden Kosten neuer Inhalte, dem Mangel an eigenproduzierten Serienhits und dem wachsenden Wettbewerb durch Disney und Amazon zurückzuführen sein könnte.

Der Rückgang im außerbörslichem Handel könnte auch durch die vermeintliche Blase in der Bewertung ausgelöst worden sein, immerhin haben hier Investoren bereits eine bemerkenswerte Rendite von 100% in den letzten 12 Monaten gesehen – eine Bestätigung für das zukünftige Potenzial der Aktie.

Der Vorstand möchte dieses Potenzial nun ausschöpfen und die „recht neue“ Zielgruppe, die sich aus den gestiegenen internationalen Umsätze ergeben, welche zum ersten Mal die US-Umsätze überstiegen, nutzen. Das Unternehmen hat zudem in jüngster Zeit mit seinem Preismodell herumexperimentiert, einen besseren Service angeboten und die Benutzerfreundlichkeit erhöhen wollen.

Quartalszahlen wie diese sorgen trotzdem immer wieder für eine gewisse Unruhe unter den Investoren eines Unternehmens, das eigentlich so viel Geld für die Erstellung neuen Contents ausgegeben hat, um die Nutzerzahlen zu erhöhen. Die Frage ist also: Handelt es sich hierbei nur um ein kurzzeitiges Phänomen oder lässt sich vielmehr ein Wandel in der Videostreaming-Landschaft erkennen?

Joshua Owen

 

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