Europäischer ETF Markt weiter im Aufschwung


Lyxor ETFs
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Der europäische ETF-Markt konnte seinen positiven Trend im August 2015 fortsetzen. Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im Verlauf des Monats auf 9,7 Milliarden Euro und lagen damit nur wenig unter dem Rekordhoch von 10,9 Milliarden Euro aus dem Januar 2015. Das nun insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2014 um 17 Prozent auf nun 425 Milliarden Euro, inklusive eines positiven Markteinflusses in Höhe von 4,80 Prozent. Im Vorfeld der für das Jahresende erwarteten Änderung der Geldpolitik der FED verändern Investoren ihre Allokation von riskanten Anlagen (Schwellenländer und Hochzinsanlagen) zu Aktien aus Regionen mit mäßigen, aber sicheren Wachstumsaussichten (europäische Aktien).


Industrieländer stark gefragt


Die Zuflüsse in Aktien-ETFs stiegen deutlich auf 7,3 Milliarden Euro. Investoren bevorzugten dabei Aktien-ETFs der Industrieländer, die Zuflüsse von 9,2 Milliarden Euro verbuchten. Die Zuflüsse in europäische Aktien-ETFs erreichten ein hohes Niveau. Europäische Regionen-ETFs verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 3,5 Milliarden Euro, Frankreich und die Peripherie-Staaten verzeichneten Rekordzuflüsse von 373 Millionen Euro bzw. 326 Millionen Euro. Die Flüsse bei ETFs auf US-amerikanische Aktienindizes waren mit zwei Milliarden Euro ebenfalls positiv, genauso bei japanischen Aktien-ETFs mit einem Plus von 524 Millionen Euro. Auf der anderen Seite erreichten die Rückflusse aus Aktien ETFs der Schwellenländer mit 1,5 Milliarden Euro ein Rekordlevel, nahe dem Niveau vom Dezember 2014 in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Länder-ETFs wie Indien, Südkorea und Russland waren dabei vor dem Hintergrund zunehmender Investorenangst vor einem riskanteren Marktumfeld am meisten betroffen. Interessanterweise haben diese Befürchtungen auch Smart Beta-ETFs negativ beeinflusst, bei diesen kam es zum ersten Mal in diesem Jahr zu Rückflüssen.


Europäische Staatsanleihen-ETFs dominieren den Markt


ETFs auf Anleiheindizes verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. Diese konzentrierten sich interessanterweise auf europäische Staatsanleihen-ETFs und lagen mit 1,3 Milliarden Euro in der Nähe des Rekordlevels aus dem Januar. Bei ETFs auf Unternehmensanleihen kam es erneut zu Zuflüssen (+403 Millionen Euro), während es bei Hochzinsanleihen zu Rückflüssen von 173 Millionen Euro kam, da Investoren aus riskanten Anlagen flohen. Bei Rohstoff-ETFs kam es zu Rückflüssen in Höhe von 27 Millionen Euro. Die Flüsse in marktbreite ETFs verzeichneten eine Trendumkehr (+162 Millionen Euro), während es bei Edelmetall-ETFs zu Rückflüssen von 189 Millionen Euro kam.


Redaktionstipp:

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