12 Fakten zur Rente – Wissenswertes zum Thema Sparen und Altersvorsorge

DWS: Wußten Sie das: Das deutsche Altersvorsorgesystem ist nicht so wettbewerbsfähig wie die Wirtschaft des Landes. Und nicht einmal zehn Prozent der Babyboomer wollen bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten. Kein Wunder, dass sich 76 % der Deutschen um die Sicherheit der Rente sorgen. Daher haben wir hier 12 wichtige Fakten zur Rente aufgelistet:

1. 76% der Deutschen betrachten die Sicherheit der Rente als eins der größten langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Risiken
Noch ein wenig skeptischer sind die Österreicher: Dort sorgen sich 79 Prozent um ihre Finanzen im Alter. Entsprechend fordern in beiden Ländern gut drei Viertel der Befragten, der Staat solle mehr für die wirtschaftliche und soziale Sicherung tun. Übermäßig kritisch sind beide Länder damit im internationalen Vergleich dennoch nicht: Im Schnitt der 21 OECD-Staaten lag der Prozentsatz der Befragten, die Angst vor Altersarmut haben, bei 72 Prozent.

Die Dänen bilden eine Ausnahme: bei den nördlichen Nachbarn Deutschlands hat nur knapp die Hälfte Angst vor Armut im Alter.

 

2. Deutschland belegt in Sachen Altersvorsorgesystem nur Rang 13
Deutschland ist eines der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt, rangiert auf Platz 1 der Rangliste des World Economic Forums (WEF). Starke Wirtschaft, starke Vorsorge? Nein, zeigt eine Erhebung von Mercer: Dieser Studie zufolge belegt Deutschland in Sachen Altersvorsorgesystem nur Rang 13 – weit hinter den Niederlanden oder Dänemark. Unter anderem, weil die prognostizierte Rentenlücke hierzulande höher ist.

 


 

3. Drei Monate vor dem geplanten Renteneintritt sollte die gesetzliche Rente bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt werden
Die Rente ist sicher – das sagte schon Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm. Aber ein Automatismus ist sie nicht. Denn  Ein paar Wochen Verspätung hat noch keine Folgen. Doch wer mit seinem Antrag länger als drei Monate nach Überschreiten der Altersgrenze wartet, bekommt seine Rente erst ab dem Datum, an dem er den Antrag stellt. Rückwirkende Auszahlungen? Fehlanzeige.

4. Weniger als 10 Prozent der Babyboomer wollen bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten
Die Mehrheit möchte so früh wie möglich den Job an den Nagel hängen. Verständlich. Inzwischen hat dieser Wunsch auch unter Wissenschaftlern in Deutschland und vor allem auch in den USA für heiße Diskussionen gesorgt. Hintergrund war die Sorge, dass die vielen Babyboomer beim Renteneintritt alle auf einmal Kapitalanlagen verkaufen würden – und damit ein massiver Angebotsüberhang und ein Verfall der Werte die Folge wäre.

Doch diese Theorie ist längst widerlegt.

Und die Praxis? Dort ist der Wunsch nach der frühen Rente ungebrochen.

 

5. 63 Jahre ist das frühestmögliche Renteneintrittsalter in Deutschland für die abschlagsfreie Rente
Statistisch betrachtet, geht der Deutsche auch mit knapp über 63 Jahren in Rente. Anders ist es in Frankreich, wo die Rente im Durchschnitt bereits mit 60 Jahren angetreten wird. Viel früher als in den Vereinigten Staaten: US-Amerikaner gehen in der Regel erst mit 66 Jahren in Rente. Spitzenreiter ist Südkorea: Dort arbeiten Männer und Frauen im Schnitt, bis sie 72 Jahre alt sind

 


 

6. 83 Prozent der Bundesbürger erwarten, dass die Zahl der Erbschaften und die vererbten Summen sinken werden
Die Gründe: steigende Gesundheits- und Pflegekosten zehren an der Erbschaft. Übrigens, bereits 2015 wurde die gleiche Befragung erhoben, mit einem ganz ähnlichen Ergebnis. Das zeigt: Die Deutschen sind offenbar Realisten – Erbschaften sind eben keine zielgerichtete Altersvorsorge. So sagen 74 Prozent der Befragten ganz deutlich: Die Altersvorsorge müsse man selbst in die Hand nehmen.

 

7. Der deutsche Generationenvertrag zur Finanzierung der gesetzlichen Rente ist 62 Jahre alt
1957 wurde er vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer eingeführt Eine Sache mit Tradition – doch die Herausforderungen sind in den vergangenen 62 Jahren mit der steigenden Lebenserwartung der Deutschen deutlich gewachsen. In den 50er-Jahren lag der sogenannte Altenquotient noch bei 16,2. Vereinfacht gesagt, gibt diese Kenngröße den Prozentsatz der Menschen über 65 Jahren an der Bevölkerung an. 2015 notierte die Ziffer schon bei 34,8. Und 2075 sollen es laut OECD-Prognose schon 63,1 sein.

Je mehr Rentenbezieher in Relation zu Renteneinzahlern, um so schwieriger für das Rentensystem.

Tradition hin oder her.

 

8. Nicht einmal die Hälfte aller Jugendlichen spart für die Altersvorsorge
2010 waren es noch 55 Prozent. Und nur knapp ein Drittel (32 Prozent) legt überhaupt regelmäßig Geld zurück. Jugend ohne Dynamik? Von wegen: Denn wenn sie Geld zurücklegen, schauen die jüngeren Deutschen zunehmend auf die Rendite. 2010 nickten noch 66 Prozent beifällig beim Thema Sparbuch, sank dieser Anteil 2019 auf 61 Prozent.

Und was ist mit Aktien?

2010 waren es 19 Prozent, 2019 schon 28 Prozent

 


 

 

9. Mallorca, das Sehnsuchtsziel deutscher Rentner? Von wegen, das ist nicht die Regel
Zwar steigt die Zahl der Ruheständler im Ausland stetig. Doch Spanien ist samt den Balearen nicht deren Favorit. Ganz vorn rangiert dafür die Schweiz, gefolgt von den USA und Österreich. Spanien samt Mallorca folgt erst auf Rang 4.

 

10. Arbeitnehmer verschenken in Deutschland jährlich 1,6 Milliarden Euro Förderung von VL-Verträgen
Die werden vom Arbeitgeber direkt auf einen Sparvertrag eingezahlt – nur einfordern muss man sie schon. Weitere Zahlen dazu gefällig? 6 Jahre muss der Vertrag arbeiten, ein Jahr ruhen. Klingt einfach, ist einfach.

 

11. In Deutschland beträgt das Vermögen privater Vorsorgepläne rund 200 Milliarden Euro
In Dänemark sind es nach Zahlen der OECD mit 611,9 Milliarden US-Dollar (548,4 Milliarden Euro) fast dreimal so viel. Der Grund für den Vorsprung: Für die OECD gehört neben privaten kapitalgedeckten Plänen auch staatliche kapitalgedeckte Systeme mit in die Rechnung. Und so etwas gibt es mit dem sogenannten ATP-System in Dänemark.

 


 

12. 85 Jahre – und glücklich? Klar, sagen Wissenschaftler
Und sie behaupten sogar, dass die Menschen statistisch mit 85 glücklicher sind als mit 18 Jahren. Wenn das nicht unbezahlbar ist.

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