Die Analyse zeigt ein gemischtes Bild der BASF-Aktie, mit positiven Wachstumsprognosen für das EBITDA und einem hohen Kurszielpotenzial, jedoch auch Herausforderungen wie sinkende Umsätze, reduzierte Dividenden und geopolitische Risiken.
Finanzkennzahlen und Finanzprognosen
BASF erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 65,26 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 2,4 % auf 7,858 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 3,51 Euro 26,1 % über dem Vorjahreswert lag. Für 2025 wird ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 8,0 und 8,4 Milliarden Euro erwartet. Der freie Cashflow wird auf 0,4 bis 0,8 Milliarden Euro prognostiziert, basierend auf einem operativen Cashflow von 5,6 bis 6,0 Milliarden Euro abzüglich Investitionsausgaben von 5,2 Milliarden Euro.
BASF Kursziel
Für die BASF-Aktie liegt das durchschnittliche Kursziel laut aktuellen Analystenberichten bei etwa 52,86 Euro, was ein Aufwärtspotenzial von knapp 30 % im Vergleich zum aktuellen Kurs bietet.
Die Kursziele reichen von 42,00 Euro bis zu 60,00 Euro, wobei Bernstein Research und Deutsche Bank Research die optimistischsten Prognosen mit Kurszielen abgeben. Insgesamt sprechen sich 45,5 % der Analysten für einen Kauf aus, während 36,4 % die Aktie zum Halten empfehlen.
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, wie beispielsweise von der Baader Bank, die eine „Reduce“-Einstufung mit einem Kursziel von 50,00 Euro vergibt.
BASF senkt Dividende, bleibt aber für Einkommensinvestoren interessant
Die BASF SE zahlt am 7. Mai 2025 eine Dividende in Höhe von 2,25 € je Aktie. Der Ex-Tag ist auf den 5. Mai 2025 festgelegt. Beim aktuellen Kurs von 41,51 € (Stand: April 2025) entspricht dies einer Dividendenrendite von 5,42 %. Damit bleibt die BASF-Aktie aus Sicht von Dividendenjägern weiterhin attraktiv.
Deutliche Kürzung gegenüber dem Vorjahr
Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Dividende allerdings deutlich geringer aus. Für das Geschäftsjahr 2023 hatte BASF noch 3,40 € je Aktie ausgeschüttet. Die Kürzung für das Geschäftsjahr 2024 signalisiert eine veränderte Dividendenpolitik oder wirtschaftliche Belastungen im Unternehmen.
Neue Ausschüttungsstrategie
Trotz der Reduktion betont BASF ihre Absicht, künftig eine Dividende von mindestens 2,25 € je Aktie als Untergrenze zu etablieren. Zusätzlich plant der Konzern ab spätestens 2027 die Durchführung von Aktienrückkäufen. Für den Zeitraum von 2025 bis 2028 strebt BASF Gesamtausschüttungen von mindestens 12 Milliarden € an – aufgeteilt in etwa 8 Milliarden € Dividenden und rund 4 Milliarden € für Rückkäufe.
Die aktuelle Dividendenrendite von über 5 % macht die BASF-Aktie weiterhin zu einem interessanten Investment für Einkommensorientierte. Dennoch ist die Dividendenkürzung ein möglicher Hinweis auf wirtschaftliche Herausforderungen oder strategische Neuausrichtungen im Konzern.
Anleger sollten dies bei der Bewertung berücksichtigen.
Fazit BASF Aktie
Die BASF-Aktie zeigt derzeit ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil. Auf der einen Seite stehen solide Finanzkennzahlen, ein wachsendes EBITDA, attraktive Kurszielprognosen mit einem Aufwärtspotenzial von rund 30 % und eine weiterhin beachtliche Dividendenrendite von über 5 %. Auf der anderen Seite belasten Umsatzrückgänge, eine gekürzte Dividende und geopolitische Risiken das Bild.
Trotz der Dividendenkürzung hält BASF an einem klaren Ausschüttungsrahmen fest und ergänzt diesen mittelfristig durch Aktienrückkäufe. Diese Maßnahmen sprechen für eine strategisch ausbalancierte Kapitalverwendung zugunsten der Aktionäre.
Für langfristig orientierte Anleger mit Fokus auf Substanz und Dividende bleibt die Aktie interessant – vorausgesetzt, sie sind bereit, kurzfristige Unsicherheiten in Kauf zu nehmen.