Wochenausblick: Dax, U.S. Big Tech und Zentralbanken im Fokus – im S&P 500 berichten 177 Unternehmen über ihre Quartalszahlen
Die kommende Woche hat das Potential, eine der richtungsweisendsten Handelswochen des Quartals zu werden.
Der Grund: eine geballte Ladung an Unternehmenszahlen trifft auf geldpolitische Entscheidungen und hochrelevante Konjunkturdaten – eine Mischung, die erfahrungsgemäß für starke Bewegungen an den Märkten sorgt.
Hochphase der Berichtssaision
Allein im S&P 500 berichten 177 Unternehmen über ihre Quartalszahlen. Im Dow Jones sind es 11 von 30 Werten, während im Nasdaq 32 Unternehmen ihre Bücher öffnen.
Besonders im Fokus stehen dabei die Schwergewichte aus dem Technologiesektor – mit Namen wie Amazon, Alphabet, Microsoft und Apple.
Apple Chart
Ihre Zahlen werden maßgeblich darüber entscheiden, ob die jüngste Aufwärtsdynamik an den US-Märkten Bestand hat.
Auch in Deutschland ist die Agenda prall gefüllt: Deutsche Bank, Mercedes-Benz, Adidas, Volkswagen und BASF liefern wichtige Einblicke in die Verfassung der deutschen Wirtschaft und werden damit den DAX deutlich Bewegungspotential verleihen.
Besonders im Automobilsektor wird sich zeigen, wie stark Absatzprobleme und Nachfrageschwächen aktuell durchschlagen und ob die Zukunft Besserung erwarten lässt.
DAX Chart
Geldpolitik im Fokus: Zentralbanken geben den Takt vor
Am Mittwoch folgt die U.S. Notenbank Fed.
Auch hier rechnet der Markt nicht mit einer Zinsänderung, doch die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell werden genau analysiert.
Die zentrale Frage: Bleiben Zinssenkungen 2026 weiterhin auf der Agenda – oder nicht?
Am Donnerstag steht schließlich die Europäische Zentralbank im Fokus. Parallel dazu werden Inflationsdaten aus der Eurozone veröffentlicht – ein entscheidender Faktor für den weiteren Kurs der EZB und des Euro.
Trading-Setup Nikkei: Ausbruch auf neue Höhen?
In Hinblick auf die anstehenden Wochennachrichten bezüglich der Notenbank scheint ein Blick auf den japanischen Aktienmarkt interessant.
Der Nikkei 225 (siehe nachfolgender Tages-Chart des CFD) präsentiert sich aus charttechnischer Sicht in einer hochinteressanten Verfassung.

Nach einer vorherigen Korrektur ist der Index zurück an sein Allzeithoch gelaufen und konsolidiert nun seit mehreren Tagen direkt darunter – ein klassisch bullisches Muster.
Das Setup:
- Einstieg: Breakout über das Allzeithoch bei gut 60.230 Punkten
- Kursziel (kurzfristig): ca. 62.100 Punkte (Measured Move)
- Kursziel (längerfristig): ca. 69.340 Punkte (Measured Move)
- Stopp: ca. 58.200 Punkte
Für Trader mit größerem Zeithorizont eröffnet sich sogar weiteres Potenzial. Ohne übergeordnete Widerstände kann ein längerfristiges Ziel bei rund 69.340 Punkten anvisiert werden.
Der Markt liefert hier ein Paradebeispiel für Momentum-Trading in Reinform.
Nikkei 225 Chart
Trading-Setup EUR/USD: Entscheidung an Schlüsselmarken
Auch im Währungspaar EUR/USD lädt die charttechnische Situation vor der EZB-Sitzung am Donnerstag zu einer genaueren Analyse ein.
Nach einer Korrektur des Aufwärtstrends im Tageschart in der abgelaufenen Handelswoche zeigte der Markt am Freitag erste Anzeichen einer Stabilisierung.
Der im abgebildeten 4-Stundenchart ersichtliche Korrektur-Trendkanal wurde nach oben verlassen.
Bleiben die Käufer hier am Ball rücken kurzfristig höhere Ziele in den Fokus.

Solange die Kurse über dem wichtigen Zwischentief der Korrektur verharren, bleibt dies folgende Long-Setuplage erhalten:
Long Szenario:
- Bestätigung des Ausbruchs aus dem Korrekturkanal
- Ziele: 1,1762 USD | 1,1792 USD | 1,1850 USD
- Stopp: unter 1,1650 USD
Ein Unterschreiten des wichtigen Zwischentiefs bei gut 1,1650 USD lässt folgendes Short-Szenario entstehen:
Short Szenario:
- Bruch der Unterstützung bei 1,1650 USD
- Zielzonen: 1,1540 USD sowie 1,1445 USD
Gerade im Vorfeld der Zinsentscheidungen von Fed und EZB dürfte dieses Währungspaar besonders sensibel reagieren.
EUR/USD Chart
Fazit: Volatilität vorprogrammiert
Die Mischung aus Berichtssaison, Zentralbankpolitik und Konjunkturdaten schafft eine perfekte Ausgangslage für starke Marktbewegungen.
Ob Aktien, Indizes oder Währungen – Trader sollten sich auf erhöhte Volatilität und damit einhergehenden Handelsgelegenheiten einstellen.
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