Aktie im Fokus: Lonza – Zulieferer der Pharma-, Gesundheits- und Life Science-Industrie

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Die „Lonza Group AG“ (ISIN: CH0013841017 – Symbol: LONN – Währung: CHF) gilt nach eigenen Angaben als einer der global führenden Zulieferer und Produzenten von Wirkstoffen für die Märkte rund um pharmazeutische und biotechnische Produkte sowie Spezialchemie. Lonza entwickelt und produziert nicht nur, sondern bietet darüber hinaus seinen Kunden unter anderem spezifische pharmazeutische Inhaltsstoffe, Stammzelltherapien, Hygienetechnik und Wasseraufbereitung für Trinkwasser, Vitamin B3-Produktion, industrielle Konservierungsstoffe und mikrobielle Kontrolllösungen, die zum Beispiel Viren und Bakterien bekämpfen. Lonza entwickelt zudem Materialschutz und Holzschutz (Lacke). Der Konzern verfügt an über 40 Standorten über Produktionsstätten und Entwicklungsstandorte (Research & Development), hat rund 9.800 Mitarbeiter und gliedert sich in zwei Teilbereiche „Pharma & Biotech“ und „Specialty Ingredients“. Geleitet wird Lonza von CEO Richard Ridinger. Rodolfo Savitzky (CFO), Marc Funk (COO) und Sven Abend (COO) komplettieren den Vorstand. Lonza hat wichtige Werke in den USA in Atlanta, Charleston, Rochester, Walkersville, Portsmouth und Williamsport, sowie in Spanien (Porriño), der Tschechischen Republik (Kou?im), in Großbritannien (Slough), in Singapur (Tuas), in Südafrika (Kempton Park), in China (Nansha und Suzhou) und in Brasilien (Salto). Das Hauptwerk liegt in Visp in der Schweiz und die Zentrale in Basel.
 

Akquisitionen, Wandel im Portfolio und eine lange Historie

Die Lonza AG wurde 1897 in Gampel im Schweizer Kanton Wallis gegründet, Namensgeber war der Lonza-Fluss in der Nähe des Gründungsortes. Im Jahr 1969 expandierte man in die USA und begann mit dem Spezialchemie-Geschäft. Lonza schloss sich 1974 mit „Alusuisse“ zusammen, wurde damit zu einem international operierenden Konzern und 1980 startete Lonza das Geschäft mit Biotechnologie. Das Unternehmen wuchs in der Folge organisch und durch Ankäufe. 1996 erwarb Lonza etwa „Celltech Biologics“ und weitete im Anschluss das Geschäft auf Säugetierzellen und monoklonale Antikörper aus. 1999 trennte man sich wieder von „Alusuisse“ und ging als unabhängiges Unternehmen an die Schweizer Börse (Swiss Stock Exchange). Über die Jahre baute Lonza sein Biotechnologie-Portfolio konsequent aus, ging aber auch mit Zukäufen im Bereich Biotechnologie und Software neue Wege.

Am 21. Oktober 2011 feierte die Aktie von Lonza ihr Debüt an der Börse in Singapur (Singapore Stock Exchange, SGX) und ist damit die erste Aktie, die nicht nur bei der SIX-Swiss, sondern auch in Singapur gelistet ist.

Lonza arbeitet mit vielen Größen aus der Pharmabranche zusammen, unter anderem mit Teva, GlaxoSmithKline (GSK), Bristol-Myers Squibb und Genentech.
 

Analysen zur Aktie der Lonza Group AG

AlphaValue, Baader Helvea, Bank am Bellevue, Bank Vontobel, Citigroup, Credit Suisse, J.P. Morgan Cazenove, Jefferies, MainFirst Bank, Mirabaud Securities, Morningstar, S&P Capital IQ, UBS und ZKB Zürcher Kantonalbank haben Analysen zur Lonza-Aktie erstellt. Die Kurszielspanne reicht von 140,00 CHF (Morningstar) bis 225,00 CHF (Bank am Bellevue). Kumuliert man die Kursziele der dreizehn Analysen (die Analysten der ZKB Zürcher Kantonalbank nannten kein Kursziel), ergibt sich daraus ein Durchschnittskursziel in Höhe von 189,31 CHF. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Betrachtung mit 183,30 CHF aus dem Handel an der SIX Swiss Exchange. Leichtes Potenzial könnte immerhin noch vorhanden sein.
 

Die Aktie und ihre Aktionärsstruktur

Der Markt bewertet Lonza derzeit mit 9,71 Mrd. CHF. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 190,50 CHF im Hoch und 133,50 CHF im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 171,20 CHF. Betrachtet man ein Fünf-Jahres-Fenster, liegt die Performance bei respektablen 197 Prozent. Damit ist die Aktie im Vergleich zu einigen anderen Indizes deutlich als „Outperformer“ zu bezeichnen.

Die institutionellen Anleger sind mit 10,34 Prozent die BlackRock Institutional Trust Company, mit 4,51 Prozent Massachusetts Mutual Life Insurance und mit 3,78 Prozent die Norges Bank (Daten gemäß SIX Swiss Exchange vom 27.12.2016).

An der Börse in Zürich sind insgesamt 52.920.140 Aktien ausstehend. Das gelistete Kapital liegt bei 52.920.140 CHF.

Fundamentaldaten zur Aktie der Lonza Group AG

Bilanziert wird bei Lonza jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Schweizer Franken (CHF). Für das Geschäftsjahr 2015 wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 3,8 Mrd. CHF aus (2014 waren es 3,6 Mrd. CHF, im Jahr 2013 3,6 Mrd. CHF und 2012 3,9 Mrd. CHF). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag für 2015 bei 341,0 Mio. CHF (2014: 279,0 Mio. CHF; 2013: 105,0 Mio. CHF; 2012: 221,0 Mio. CHF). Das Zinsergebnis lag im Jahr 2015 bei einem Minus von 85,0 Mio. CHF. Als Jahresüberschuss wurden für 2015 277,0 Mio. CHF ausgewiesen (2014: 237,0 Mio. CHF; 2013: 87,0 Mio. CHF; 2012: 182,0 Mio. CHF). Die Lonza Group AG konnte demnach bei stagnierenden bis leicht fallenden Umsätzen ihren Jahresüberschuss signifikant ausbauen. Das Nettoergebnis je Aktie betrug 4,94 CHF (2014: 4,25 CHF). Der Konzern schüttete insgesamt 131,0 Mio. CHF aus, wobei die Dividende für 2015 2,50 CHF betrug. Obendrein gab es 2015, wie im Jahr zuvor, eine Sonderdividende in Höhe von 2,50 CHF je Anteilsschein. Lonza hat im Jahr 2015 249,0 Mio. CHF Abschreibungen auf Anlagevermögen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 9.829 Mitarbeiter. Die Liquidität lag 2015 bei 277,0 Mio. CHF, das wirtschaftliche Eigenkapital betrug 2,1 Mrd. CHF, die Verbindlichkeiten beliefern sich auf 4,1 Mrd. CHF. Die Bilanzsumme betrug 2015 6,2 Mrd. CHF. Die Eigenkapitalquote wurde für das Jahr 2015 mit 34,2 Prozent ausgewiesen. In den Bilanzprognosen für 2017 und 2018 werden Umsätze in Höhe von 4,25 Mrd. CHF und 4,46 Mrd. CHF angegeben. Das EBIT wird für 2017 bei 688,74 Mio. CHF erwartet, 2018 sollen es dann 755,50 Mio. CHF sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2017 demnach bei 9,32 CHF liegen und sich in 2018 auf 10,67 CHF vergrößern. Die Dividende könnte im Jahr 2017 auf 3,07 CHF anziehen und sich im Folgejahr nochmals auf 3,34 CHF erhöhen. Der Cashflow je Aktie könnte 2017 bei 14,72 CHF liegen und sich 2018 bei 15,89 CHF einpendeln. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2017 bei 50,55 CHF liegen und 2018 zieht es möglicherweise auf 57,08 CHF an. Die Nettoverschuldung könnte 2017 bei 1,20 Mrd. CHF liegen und sich 2018 auf 932,95 Mio. CHF reduzieren.

Die Lonza Group AG legt am 25. Januar 2017 das Jahresergebnis für 2016 vor. Generell kann Lonza in seiner Dividendenpolitik und in Bezug auf Investitionen als nachhaltig und konservativ einzustufen werden. Der Konzern schüttet zwischen 25 und 40 Prozent seines Gewinns in Form von Dividenden aus. Lonza investierte in 2015 185 Mio. CHF für R&D (in 2014: 195 Mio. CHF).

Technische Analyse Aktie: Lonza Group (CHF)

Die Aktie der Lonza Group AG konnte sich in den letzten 2 Jahren recht gut entwickeln. Von rund 105,00 CHF Anfang 2015 ging es Ende 2016 und auch kürzlich Anfang 2017 bis auf circa 190,00 CHF hinauf. Der langfristige Trend verlief sauber mit steigenden Hochs und steigenden Tiefs, womit man einem charttechnischer Trendfolgeansatz recht gut umsetzen konnte. Ein etwas aggressiveres nachziehen des Stops hätte jedoch des Öfteren zum ausstoppen geführt und neue Einstiege wären von Nöten gewesen. Aktuell befindet sich der Wert in etwa im Bereich von 182,50 CHF und somit nur knapp unter den genannten Hochs der letzten Monate. Eine Weiterführung des Aufwärtstrends ist auch in den kommenden Wochen und Monaten prinzipiell als realistisch einzustufen. Aus aktueller Sicht wären daher Käufe oberhalb der Trendlinie und gleichzeitig oberhalb der Unterstützung von 177,00 CHF denkbar. Neue Hochs in Richtung von 195,00 CHF und weiterführend 200,00 CHF könnten als realistische Ziele angenommen werden. Einem nachhaltigen Absacken unter die Marke von 177,00 CHF sollte eine erneute Analyse folgen um der sich dann ergebenen Situation eine neue Wertigkeit zukommen zu lassen.

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