Aktie im Fokus: Netflix – Zu unrecht abgestraft?

XTBDer Aktienkurs von Netflix (NFLX.US) ist während der Wall Street-Sitzung am Mittwoch um mehr als 7% gefallen. Die starke Abwärtsbewegung ist auf den Ergebnisbericht des Unternehmens für das erste Quartal 2021 zurückzuführen, der am Dienstag nach Börsenschluss veröffentlicht wurde und von den Märkten als enttäuschend angesehen wurde.

Doch war er wirklich so schlecht? Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen!

Netflix – Abonnentenwachstum enttäuscht

Netflix meldete für Q1 einen Umsatzanstieg von 24,2% auf 7,163 Mrd. Dollar, ein Ergebnis, das leicht über den Erwartungen von 7,136 Mrd. Dollar liegt. Der Nettogewinn stieg von 709,1 Mio. Dollar in Q1 2020 auf 1,706 Mrd. Dollar in Q1 2021 (Erwartung: 1,35 Mrd. Dollar).

Infolgedessen stieg der Gewinn je Aktie von 1,57 auf 3,75 Dollar (Erwartung: 2,98 Dollar).

 


 

Zusammengefasst waren die Finanzergebnisse für Q1 2021 deutlich besser als vom Markt erwartet. Warum ist die Netflix-Aktie dann gefallen? Netflix meldete einen Nettozuwachs von 3,98 Millionen Abonnenten im ersten Quartal 2021, verglichen mit der eigenen Prognose von 6 Millionen.

Während eine große Verfehlung der Marktprognosen nie eine wünschenswerte Sache ist, ist die Situation noch schlimmer, wenn ein Unternehmen seine eigenen Schätzungen deutlich verfehlt.

Das Management scheint die Lektion gelernt zu haben und gab eine sehr konservative Prognose für Q2 2021 heraus – ein Nettozuwachs von 1 Million Abonnenten.

Sollte sich dies bestätigen, wäre dies der kleinste Zuwachs seit Q3 2014, als das Abonnentenwachstum negativ war.

 

Das Abonnentenwachstum von Netflix hat sich zu Beginn des Jahres 2021 deutlich verlangsamt. Das Unternehmen meldete einen Nettozuwachs von 3,98 Millionen Abonnenten im ersten Quartal 2021, verglichen mit der eigenen Prognose von 6 Millionen. Quelle: Bloomberg, XTB

Das Abonnentenwachstum von Netflix hat sich zu Beginn des Jahres 2021 deutlich verlangsamt. Das Unternehmen meldete einen Nettozuwachs von 3,98 Millionen Abonnenten im ersten Quartal 2021, verglichen mit der eigenen Prognose von 6 Millionen. Quelle: Bloomberg, XTB

 

Netflix Zahlen – Ist das wirklich so schlecht und enttäuschend?

Das Abonnentenwachstum hat sich deutlich verlangsamt, aber die Anleger sollten nicht vergessen, dass das Wachstum im Jahr 2020 sprunghaft angestiegen ist. Die Menschen verbrachten während der Lockdowns mehr Zeit zu Hause und das erwies sich als großer Schub für Netflix.

Da die Lockdowns entweder aufgehoben werden oder nicht mehr so streng sind wie früher, sollte es nicht überraschen, dass die Menschen weniger Zeit haben, um Filme oder Serien zu schauen. Die Abonnentendaten waren enttäuschend, da das Management mit seiner Prognose eine hohe Messlatte gesetzt hatte, aber sie waren nicht schlecht.

Immerhin hatte Netflix Ende Q1 2021 eine Rekordzahl von 207,6 Mio. Abonnenten, was einem Anstieg von 24% gegenüber dem Vorquartal Ende Q4 2019 entspricht. Außerdem wird erwartet, dass die Netto-Abonnentenveränderung im laufenden Quartal positiv bleiben wird.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Aufhebung der Lockdowns zwar das Nutzerwachstum verlangsamt hat, aber auch die Produktion neuer Filme und Serien beschleunigt hat. Die Ergänzungen des Streaming-Angebots könnten daher helfen, Abonnenten zu halten und neue anzulocken.

 

Die große bärische Kurslücke zu Beginn der gestrigen Sitzung an der Wall Street sieht besorgniserregend aus. Die Netflix-Aktie hat es jedoch geschafft, sich über dem Bereich von 500 Dollar zu halten, der in der zweiten Märzhälfte als Unterstützung diente. Die untere Grenze der Overbalance-Struktur befindet sich etwas tiefer bei 486 Dollar. Theoretisch setzt sich der Aufwärtstrend fort, solange der Kurs über 486 Dollar bleibt. Die Aktie notiert im heutigen vorbörslichen Handel leicht im Plus. Quelle: xStation 5

Die große bärische Kurslücke zu Beginn der gestrigen Sitzung an der Wall Street sieht besorgniserregend aus. Die Netflix-Aktie hat es jedoch geschafft, sich über dem Bereich von 500 Dollar zu halten, der in der zweiten Märzhälfte als Unterstützung diente. Die untere Grenze der Overbalance-Struktur befindet sich etwas tiefer bei 486 Dollar. Theoretisch setzt sich der Aufwärtstrend fort, solange der Kurs über 486 Dollar bleibt. Die Aktie notiert im heutigen vorbörslichen Handel leicht im Plus. Quelle: xStation 5

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