Aktienanalyse: BMW

Ayondo Markets:  2016 werden die Weichen gestellt

BMW, Daimler oder VW – welche Aktie bietet die besten Perspektiven? Diese Frage stellen sich viele Anleger. Volkswagen leidet weiterhin unter den Folgen des Abgas-Skandals, ein Ende ist hier noch lange nicht in Sicht. Spannender ist hingegen der Kampf unter den beiden Premium-Marken. Im vergangenen Jahr entwickelte sich die Daimler-Aktie etwas besser, in 2016 fällt das Minus bei den Schwaben ebenfalls geringer aus. Daimler punktet vor allem mit seinen neuen Modellen: Die margenstarke S-Klasse bleibt ein Verkaufsschlager, auch die C-Klasse erfreut sich großer Beliebtheit, im April startet zudem die neue E-Klasse durch. Die Perspektiven für die 5er-Baureihe von BMW könnten besser sein, auch sonst ist im laufenden Jahr kaum noch mit größeren Neuerungen aus München zu rechnen. Immerhin fielen die jüngsten Verkaufszahlen in China wieder besser aus, im Februar verkaufte BMW rund 10.000 Autos mehr als die Konkurrenz aus Stuttgart. Auf Jahressicht bleibt Daimler aber klar in Führung.
 

Große Herausforderungen

Die Bayern stehen daher unter Zugzwang, und müssen liefern. Mit der in dieser Woche präsentierten Strategie „Number One > Next“ versucht BMW mehrgleisig zu fahren: In der lukrativen Luxusklasse setzt man weiterhin auf Verbrennungsmotoren. Die alte Technik soll zugleich den Weg bereiten für eine neue Ära: Digitalisierung, emissionsfreue Autos und autonomes Fahren. Natürlich ist dies nur mit hohen Investitionen möglich, dennoch will BMW ab 2017 eine Umsatzrendite vor Steuern von mindestens zehn Prozent erzielen. Um das zu schaffen, sollen die Kosten weiter sinken, Modelle die kaum noch gefragt sind werden gestrichen.

Im laufenden Jahr peilt der Autobauer neue Bestmarken bei den Auslieferungen und dem Konzernergebnis an, BMW will der weltweit führende Premium-Hersteller bleiben. Ob dies gelingen wird, ist angesichts der jüngsten Erfolge von Daimler und der starken Modelloffensive der Schwaben aber offen. Analysten haben in den vergangenen Monaten bereits ihre Schätzungen für den 2016er-Gewinn je Aktie leicht nach unten genommen und rechnen derzeit mit 9,64 Euro sowie mit 10,03 Euro für 2017. Mit einem KGV von acht wäre die Aktie im historischen Vergleich günstig, der langfristige Durchschnitt liegt bei 13,6. Als Kaufargument dient auch die starke Dividendenrendite von 3,9 Prozent.
 

Noch keine Entwarnung

Ob BMW wie erhofft den Kraftakt meistern wird, steht noch in den Sternen. Die Skepsis spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Charttechnisch stimmt die Serie von steigenden Tiefpunkten seit Mitte Februar zuversichtlich, auch die anziehende 21-Tage-Linie gibt Sicherheit. Noch aber handelt es sich nur um eine größere Bärenmarktrally, der übergeordnete Trend in Form der fallenden 200-Tage-Linie weist nach unten. Trader können auf einen Test des Durchschnitts bei 88 Euro setzen, sollten aber die Unterstützung um 75 / 76 Euro beachten. Steigt BMW über den Widerstand, winken Anschlussgewinne bis an das Dezember-Hoch bei 105 Euro. Wird die Nachfragezone unterschritten, drohen Verluste bis 64/65 Euro.
 

BMW_Ayondo

von Feingold Research für Ayondo

 

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