Asbest und Co.: So funktioniert die Entgiftung
Bei der Modernisierung von Altbauten ist die Entsorgung von Giftstoffen wie Asbest, PCP und Formaldehyd ein zunehmendes Problem. Besonders betroffen sind Gebäude, die bis in die 1990er-Jahre hinein gebaut wurden.
In Deutschland gelten etwa 24 Millionen Wohngebäude als sanierungsbedürftig. Oft wird bei der Erneuerung von Altbauten viel Bauschutt produziert. Um Kosten und Ressourcen zu sparen, sollten Modernisierer daher mineralische Bestandteile wie Ziegel oder Beton von Baumischabfällen trennen.
Kleinere Mengen können zu einem Recyclinghof gebracht werden, größere erfordern spezialisierte Unternehmen.
Auf Spurensuche
Das Baujahr lässt darauf schließen, ob und welche Schadstoffe in Fußboden, Dach oder Fassade verwendet worden sein könnten.
Hinweise geben hierzu alte Baupläne oder Rechnungen. So war es viele Jahrzehnte gängige Praxis, beim Bauen die krebserregenden Stoffe Asbest oder PCP zu verwenden.
Schätzungen zufolge sind heute rund 9,4 Millionen Wohnhäuser mit Asbest belastet – das im Zuge energetischer Sanierungen wieder freigesetzt zu werden droht.
Wichtig fürs Budget
„Die ordnungsgemäße Entsorgung lassen sich Sanierende am besten bescheinigen“, rät Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse.
Für das Sanierungsbudget gilt: Der Ausbau und die anschließende Entsorgung problematischer Baustoffe können mehrere Tausend Euro kosten.
Einer fachmännischen Entsorgung bedarf auch der krebserregende Stoff Formaldehyd, der häufig in Glaswolle vorhanden ist.
Diese muss in speziellen Müllsäcken luftdicht verpackt und zum Wertstoffhof gebracht werden.
Kostenpunkt: circa 15 bis 25 Cent pro Kilogramm Sondermüll.
Disclaimer & Risikohinweis
Themen im Artikel
Infos über BHW Bausparkasse
BHW Bausparkasse AG gehört mit über drei Millionen Kunden und mehr als 3,7 Millionen Bausparverträgen zu den führenden privaten Bausparkassen in Deutschland. Unter der Marke BHW bietet das Unternehmen innovative Lösungen rund um Bausparen und Baufinanzierung an.
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