Auslandsaktien: US-Tech-Aktien fliegen immer höher

Frankfurter Wertpapierbörse: Bereits 2019 ging es an der US-Tech-Börse Nasdaq rasant nach oben, in den ersten Wochen des neuen Jahres klettern die Kurse weiter. Auch diese Woche erreichten Nasdaq 100 und der marktbreite Nasdaq Composite immer neue Hochs.

Seit dem Tief Ende 2018 kommen beide Indizes mittlerweile auf ein Plus von über 50 Prozent. Auch hierzulande ist das Interesse an US-Tech-Werten, die auch die Treiber von S&P 500 und Dow Jones sind, hoch. Händler berichten von hohen Umsätzen.

Tesla-Kursziele bis zu 4.000 US-Dollar
Thema Nummer eins ist derzeit Tesla Motors (WKN A1CX3T). Die Aktie, die Ende Mai 2019 noch 165 Euro kostete, wird am Mittwochnachmittag zu 517 Euro (547 US-Dollar) gehandelt. „Und viele Analysten rechnen mit einem weiteren Kursanstieg, die Kursziele liegen zwischen 800 und 4.000 US-Dollar“, berichtet Walter Vorhauser von Oddo Seydler.

„Tesla gilt eben als Technologievorreiter.“ Für die am 29. Januar anstehenden Zahlen zum vierten Quartal herrscht Optimismus, wie der Händler feststellt: „Erwartet wird ein starker Cashflow, das beflügelt die Aktie weiter.“

 


 

Global Payments als neues Paypal?
Mehr als verdoppelt seit Dezember 2018 hat sich der Kurs des US-Bezahldienstleisters Global Payments (WKN 603111). „Das ist ein echter Highflyer und Zugpferd für die Börse“, bemerkt Marc Richter von der Baader Bank. Dabei bezahle das Unternehmen nicht einmal Dividende.

Texas Instruments: sicherer Dividendenzahler
Auf ein Plus von rund 50 Prozent – wie Nasdaq 100 und Nasdaq Composite – seit dem Dezembertief 2018 kommt der Halbleiterhersteller Texas Instruments (WKN 852654). „Und nun will das Unternehmen die Dividende erhöhen“, berichtet Richter.

„Das lässt für die heute Abend anstehenden Quartalszahlen Gutes erwarten.“ Überraschend ist die steigende Ausschüttung allerdings nicht: „Texas Instruments zahlt seit 1962 Dividende“, erklärt der Händler. „Und sie wurde immer erhöht.“

Aufholjagt bei IBM?
Noch etwas hinter den Indizes her hinkt IBM (WKN 851399). „Jetzt könnte es aber einen Turnaround für das Traditionsunternehmen geben“, meint Richter. Am Dienstagabend wurden nämlich gute Quartalszahlen veröffentlicht. „IBM hat zum ersten Mal seit sechs Quartalen den Umsatz gesteigert, wenn auch nur um minimale 0,1 Prozent.“

Vor allem das Cloud-Geschäft laufe gut, während das traditionelle Geschäft mit Servern oder Großrechner eher stagniere. „Im Cloud-Geschäft macht sich die milliardenschwere Übernahme des Open-Source-Spezialisten Red Hat vom vergangenen Jahr bemerkbar.“

Boeing als großer Verlierer
Doch längst nicht alle US-Aktien heben ab. Das Gegenbild bietet Boeing (WKN 850471). „Der Flugzeugbauer produziert im Moment eine Negativschlagzeile nach der anderen“, erklärt Vorhauser. Boeing rechnet jetzt damit, dass das Flugverbot für den Krisenjet 737 Max noch bis Mitte des Jahres andauert, wie der Konzern diese Woche bekannt gab.

Für die in der kommenden Woche anstehenden Quartalszahlen sehen Analysten daher schwarz. Die Aktie verliert weiter: Am Mittwochnachmittag kostet Boeing an der Börse Frankfurt nur noch 280 Euro nach 340 Euro im Dezember. „Nun wurde noch eine technische Unterstützung nach unten durchbrochen“, ergänzt Vorhauser.

 


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