Bitcoin-Crash: Chance oder Falle?

XTBKryptowährungen sind eine zunehmend wichtige Anlageklasse, die in den letzten Monaten stark an Popularität gewonnen hat. Die Inflationsängste oder die nach wie vor bedeutsamen Maßnahmen der Zentralbanken haben dazu beigetragen, dass man nach alternativen Möglichkeiten sucht, um den Wert des eigenen Portfolios zu sichern.

Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin sind für die meisten von uns immer noch eine Neuheit, und ihre hohe Volatilität kann immer noch abschreckend wirken. Vor allem, wenn es zu so drastischen Kurseinbrüchen kommt, wie wir sie am letzten ersten Dezemberwochenende erlebt haben.

Sind solche enormen Bewegungen die Kapitulation der Bullen?

Oder handelt es sich nur um eine vorübergehende Unterbrechung, bevor die Märkte wieder steigen?

 

Erst der Einbruch, dann der Aufschwung

Der Ausbruch der Pandemie veranlasste die Anleger, praktisch überall nach Liquidität zu suchen. Selbst der Bitcoin, der als Alternative zu allen anderen Anlageformen galt, begann irgendwann an Boden zu verlieren.

Der Preis fiel im März 2020 auf die 4.000-Dollar-Marke, und es schien, dass dies für lange Zeit das Ende des Kryptomarktes sein könnte.

Es stellte sich jedoch heraus, dass genau das Gegenteil der Fall war. Bitcoin wurde zu einer Absicherung gegen das „Helikoptergeld”, aus dem Regierungen und Zentralbanken auf der ganzen Welt gigantische Mengen an Bargeld abwarfen.

Der Preis verzeichnete einen starken, fast 1500%igen Anstieg auf 65.000 Dollar in etwa 12 Monaten. Die Regulierungen in China erschütterten den Markt, aber nur für einen kurzen Moment.

Nach einer Korrektur von mehr als 50% wurde Bitcoin wieder zum Liebling der Anleger und erreichte im November dieses Jahres fast 70.000 Dollar.

Hinter dem Anstieg von Bitcoin steht nicht nur die inflationäre Unsicherheit, sondern auch die wachsende Akzeptanz der neuen Technologie. Mehr als 18.000 Unternehmen akzeptieren bereits Krypto-Zahlungen, und die Zahl der Nutzer digitaler Vermögenswerte wird auf rund 300 Millionen geschätzt.

Erwähnenswert ist auch die zunehmende Verfügbarkeit von Kryptowährungen für ein breites Spektrum von Anlegern.

Die Einführung von ETFs oder Futures-Fonds hat dazu geführt, dass nun fast jeder in Kryptowährungen investieren kann, und zwar mit einem weitaus höheren Maß an Sicherheit, als dies bei Direktinvestitionen der Fall ist.

 


 

Ein weiterer Rückschlag für den Krypto-Markt

Da der weltweite Finanzmarkt zunehmend in den Krypto-Markt involviert ist, reagieren Bitcoin oder andere Altcoins auf die veränderten Bedingungen.

Ein starker Dollar, die Erwartung an Zinserhöhungen oder das Coronavirus haben alle einen Einfluss auf die Begrenzung des Aufwärtspotenzials von Kryptowährungen.

Trotz der zunehmenden Popularität von Bitcoin ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu wirklich großen Bewegungen kommt.

Dies war am ersten Dezemberwochenende der Fall, als Bitcoin in zwei Sitzungen um bis zu 15.000 Dollar sank. Am Samstagmorgen fiel der Wert von Bitcoin innerhalb einer Stunde um 20%, was sicherlich alle Inhaber von Kryptowährungen erschreckte.

Was war die Ursache für diesen Rückgang?

Am Kontrakthandel beteiligte Händler, nicht nur von institutioneller Seite, beschlossen, eine große Anzahl ihrer Positionen zu schließen. Der Wert der Kontrakte fiel am Freitag von 23 Milliarden Dollar auf 16,5 Milliarden Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang Oktober.

Die Auflösung so vieler Kontrakte führte dazu, dass die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen zu einem bestimmten Zeitpunkt um mehr als 500 Milliarden Dollar fiel.

Natürlich kann man sich fragen, warum sich die Investoren zu einem solchen Schritt entschlossen haben?

Zum einen ist von der Angst vor einer ähnlichen Kapitulation wie zu Beginn der Pandemie die Rede, zum anderen wird aber auch vermutet, dass hinter der Liquidierung von Verträgen große Investoren auf dem Krypto-Markt, die sogenannten „Wale”, stehen, die Bitcoin und andere Kryptowährungen zu niedrigeren Preisen anhäufen wollen.

Möglicherweise sind die Anleger auch verunsichert über die Zukunft der Regulierung in den Vereinigten Staaten.

 

Handelt es sich nur um eine Korrektur?

Es ist vor allem der Derivatemarkt, der hinter den Rückgängen steckt. Außerdem ist der Wert der Kontrakte um etwa ein Drittel gesunken, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines ähnlichen spekulativen Angriffs deutlich gesunken ist. Auch die Preise haben sich recht schnell wieder erholt.

Bitcoin hat seit dem Tiefpunkt fast 10.000 Dollar gewonnen und Ethereum hat bereits über 4.000 Dollar erreicht.

Es ist auch erwähnenswert, dass der von Alternative.me erstellte „Fear & Greed Index” für Bitcoin nach dem Ausverkauf am Montag einen Wert von 16 Punkten (auf einer Skala von 0 bis 100) anzeigte.

Stimmungsindikatoren können oft als Kontraindikatoren verwendet werden, insbesondere bei extremen Werten.

Der Index erreichte den niedrigsten Stand seit dem Sommer, als die vorherige massive Abwärtswelle endete.

All diese Faktoren deuten darauf hin, dass es sich nur um eine kurzfristige Korrektur gehandelt haben könnte, obwohl der Krypto-Markt überraschen kann, sogar mehr als das Wetter.

Disclaimer & Risikohinweis

79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen stellen keine Handlungsansätze von XTB dar. Telefonate können aufgezeichnet werden.

X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist Finanzdienstleister mit registriertem Sitz in der Mainzer Landstraße 47, 60329 Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main, Deutschland; Handelsregisternummer: HRB 84148. X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist registriert bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegt grundsätzlich der Aufsicht und Kontrolle der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF.

Weitere Trading News Weitere Trading News