BNP Paribas erzielt 2021 Gewinnsprung

Bankenverband: Die französische Großbank BNP Paribas hat 2021 vor allem dank einer stark gesunkenen Risikovorsorge ihren Gewinn um etwas mehr als ein Drittel auf 9,5 Milliarden Euro gesteigert.

Neben der besseren Lage mit Blick auf die möglichen Kreditausfälle trugen leicht anziehende Erträge sowie eine gesunkene Kostenquote zu dem Gewinnsprung bei.

Das größte börsennotierte Geldhaus der Eurozone verdiente im vierten Quartal 2021 mit 2,31 Milliarden Euro knapp 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Institut heute in Paris mitteilte.

BNP-Paribas-Chef Jean-Laurent Bonnafé kündigte an, dass die Hälfte des Gewinns über eine um 38 Prozent auf 3,67 Euro je Anteil erhöhte Dividende direkt an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll.

 


 

Gewinn soll bis 2025 weiter zulegen

Zudem peilt Bonnafé bis 2025 eine Eigenkapitalrendite von mehr als 11 Prozent an. Im vergangenen Jahr hatte diese bei 10 Prozent gelegen. Der Nettogewinn der Bank soll bis 2025 jährlich um 7 Prozent steigen und die Erlöse im Schnitt um 3,5 Prozent zulegen.

BNP Paribas verwies zudem auf ein starkes Kundenwachstum in Deutschland. Demnach konnte die BNP-Tochter Consorsbank den Kundenstamm 2021 um 15 Prozent ausbauen.

Analysten zeigten sich dennoch von den Zahlen der französischen Großbank enttäuscht. Moniert wurden unter anderen die höher als erwartet ausgefallenen Kosten. Zudem lasse der Plan für die kommenden Jahre noch einige Fragen offen.

Die Aktie der Bank verlor am Dienstag zeitweise um bis zu 4,5 Prozent.

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