Brexit-Durchbruch kann Laune nicht heben; Apple fällt in Bärenmarkterritorium

London Capital GroupNicht einmal der Optimismus über den Brexit-Durchbruch konnte die Wall Street vor einem weiteren Ausverkauf bewahren. Der Dow fiel einen vierten Tag dreistellig, und der S&P verzeichnete seine fünfte Verlustsitzung in Folge. Die Tech-Aktien und die Finanzwerte führten die Verlierer an, wobei Apple über 3% abtauchte und in Bärenmarktgebiet fiel. Der Tech-Liebling der Wall Street ist nicht in der Lage, anhaltende Bedenken über den Verkauf des iPhones abzuschütteln, nachdem es Warnungen von Lieferanten gab.

Und anstatt dies isoliert zu sehen, stellen die Investoren die ganzen FAANG-Bewertungen auf breiter Ebene in Frage.

Den Finanzwerten musste nicht zweimal gesagt werden, dass die Deregulierung der Banken die Institute ausbremst, weshalb die Aktien entsprechend fielen.

In Asien erholten sich die chinesischen Aktien aufgrund des anhaltenden Optimismus hinsichtlich der Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China vor dem G20-Treffen, das Ende dieses Monats stattfindet. Der Optimismus war jedoch nicht breit abgestützt, und die asiatischen Märkte zeigten während der gesamten Sitzung ein uneinheitliches Bild.

Während die asiatischen Märkte einen gemischten Verlauf zeigten, übernehmen die europäischen Börsen die schwächeren Vorgaben der Wall Street und werden vorrausichtlich mit roten Notierungen eröffnen, wobei der Ölpreis um eine Richtung ringt.

Theresa May bereitet sich auf politische Gegenreaktionen vor
Das Pfund stieg gegenüber dem Dollar und dem Euro an, nachdem es Theresa May gelungen war, die Unterstützung ihres Kabinetts für den Brexit-Deal zu gewinnen. Der Optimismus war jedoch nur von kurzer Dauer, da sich die Pfundhändler schnell wieder auf die noch bevorstehenden Hürden besannen. Das Pfund schloss die vorangegangene Sitzung mit einem Kursrückgang gegenüber dem Euro und nur 0,08% besser gegenüber dem Dollar.


Theresa May bewegt sich auf sehr dünnem Eis, da sie mit einer heftigen politischen Gegenwehr rechnen muss. Es gab gestern Abend keine Rücktritte, die dem Pfund eine gewisse Unterstützung geboten haben. Doch die nächsten Tage werden zeigen, ob die Zeit von Theresa May als Premierministerin vorbei ist oder nicht. Wir gehen davon aus, dass das Pfund weiterhin nervös bleibt, während die Aussicht auf ein Misstrauensvotum hoch bleibt.

Selbst wenn Theresa May den kommenden Ansturm überlebt, muss sie den Deal noch durch das Parlament bringen, was eine große Herausforderung sein wird. Während also die “Genehmigung” ihres Kabinetts ein Schritt in die richtige Richtung ist, gibt es noch einen sehr schwierigen Weg zu bewältigen, bis sich die Pfundhändler auf einen Bullenlauf freuen können.

UK & US Einzelhandelsumsätze
Auf dem heutigen Wirtschaftskalender könnten die Einzelhandelsumsätze aus Großbritannien und den USA die Aufmerksamkeit der Händler auf sich ziehen. Die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien dürften im Oktober auf 3,4% gestiegen sein, gegenüber 3,2% im Vormonat. Ob dies ausreicht, um die Händler von der alles dominierenden politischen Szene abzulenken, bleibt abzuwarten.

Die Einzelhandelsumsätze in den USA sollten auf 0,5% gestiegen sein, nach düsteren 0,1% zuletzt. Trotz des starken Arbeitsmarktes und steigender Löhne sind die Verbraucher nicht ausgabenfreudig, wie es unter diesen günstigen finanziellen Bedingungen zu erwarten wäre. Die Anleger werden auf einen starken Anstieg der Verkäufe warten, die die Stimmung verbessern könnten.

 

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