Ölpreisrallye und politische Probleme in Italien sorgen für lebhaften Wochenabschluss

London Capital Group: Wall Street schloss am Donnerstag fester und beendete eine Verlustserie seit mehreren Sitzungen. Das Vertrauen der Anleger wurde durch starke US-Daten gestärkt, einen Tag nachdem die Fed die Zinsen zum dritten Mal angehoben hatte. Über Nacht erlebten wir das Einsetzen der Erleichterungsrallye nach dem Zinsschritt der Fed, da sich die Märkte an die neue höhere Zinslandschaft anpassen.

Eine solide Performance bei den langlebigen Gebrauchsgütern sowie die von den jüngsten Höchstständen nachgebenden Treasury-Renditen ließen die Stimmung steigen und führten die US-Aktien nach Norden.

Keine Anzeichen für nachlassende Öl-Rallye
Während die US-Aktienmärkte unterhalb ihrer Höchststände aus dem Handel gingen, stiegen die asiatischen Märkte über Nacht an, unterstützt durch einen Anstieg des Ölpreises. Das Öl wird während der gesamten europäischen Sitzung im Mittelpunkt stehen und die dritte Woche in Folge mit Gewinnen abschließen. Besorgnis über ein Anziehen des physischen Marktes aufgrund des Lieferausfalls des Iran und der rückläufigen venezolanischen Produktion ließ das Öl über Nacht auf 82,44 USA steigen.

 

 

Damit notiert es knapp unterhalb seines jüngsten 4-Jahres-Hochs. Die OPEC zeigt keine unmittelbare Eile für eine Produktionssteigerung, um die Straffung des Angebots auszugleichen.

Wir sehen aber, dass die Besorgnis über die Angebotsverknappung weiter wächst. Dies ist eine völlige Brüskierung der Agenda von Präsident Trump nach seinen wiederholten Angriffen auf die OPEC wegen des steigenden Ölpreises. Wir gehen davon aus, dass die großen Ölkonzerne weiterhin Unterstützung durch die höheren Ölpreise finden werden.

Italienischer FTSE MIB unter Druck nach Haushaltsvereinbarung
Nach den guten Vorgaben von der Wall Street und in Asien gehen die europäischen Börsen einer ausgesprochen gemischten Eröffnung entgegen. Einzig die italienischen Futures weisen auf eine schwache Eröffnung des FTSE MIB hin.

Die Investoren sind verärgert über die Zustimmung der italienischen Regierung zu einem starken Anstieg der öffentlichen Ausgaben. Rom hat Pläne aufgestellt, um bis 2019 ein Haushaltsdefizit von 2,4% des BIP zu erreichen. Die Märkte hatten geduldig darauf gewartet, welche Ausgabenpläne die italienische Regierung zusammenstellen würde.

Aber der vorgelegte Plan bestätigt nun die Befürchtungen der Anleger, wobei die verfahrene Situation in Brüssel fast sicher zu Diskussionen führen wird. Während die FTSE MIB-Futures deutlich niedriger gehandelt werden, zeigt sich der Euro im Frühhandel widerstandsfähig.

Das bedeutet, dass die Märkte dies derzeit noch als ein nationales Problem ansehen und nicht als ein unmittelbares Risiko für den Euroraum. Es besteht immer noch Spielraum für politische Ängste, die die Stimmung für den Euro im weiteren Verlauf des Tages beeinflussen könnten.

 


 

Pfund trotz gesunkenem Verbrauchervertrauen robust
Nach zwei aufeinander folgenden Tagen mit Verlusten zeigte das Pfund heute Morgen ebenfalls Anzeichen von Widerstandsfähigkeit. Obwohl das Verbrauchervertrauen in Großbritannien um mehr als die prognostizierten Werte gesunken ist, hat das Pfund im frühen Handel an Wert gewonnen. Die GFK-Zahlen zum Verbrauchervertrauen sanken auf -9 und lagen damit unter der Prognose von -7.

Wenig überraschend bleibt der Brexit der Hauptschuldige. Der Mangel an Klarheit über den Brexit führt zu Sorgen der Verbraucher über die Gesundheit der Wirtschaft.

Allerdings ist das Vertrauen in die persönlichen Finanzen bisher noch gesund. Die Verbraucher geben nach wie vor gerne aus, und die jüngsten soliden Einzelhandelszahlen bestätigen die Umfrageergebnisse. Dies erklärt, warum das Pfund in der Lage war, die enttäuschende Zahl zu ignorieren.

Britisches BIP mit unveränderter Prognose
Das Sterling steht weiterhin im Mittelpunkt, da die Investoren auf die endgültige Revision der britischen BIP-Daten für das zweite Quartal warten. Es werden keine Änderungen an der Revision erwartet, so dass wir davon ausgehen, dass die Auswirkungen der Veröffentlichung auf den Markt minimal sein werden.

 

 

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