CMC Markets: DAX: Anleger antizipieren positive Impulse

CMC Markets: DAX: Anleger antizipieren positive Impulse

  • Chinesischer Dienstleistungs-Index steigt während europäischer Index fällt
  • Stagnation der EU-Einzelhandelsumsätze
  • Fokus auf EZB-Sitzung und US-Nonfarm-PayrollsCMC Markets

Endlich ist es so weit: Der sogenannte Super-Donnerstag, an dem heute Nachmittag aufgrund des morgigen Feiertages in den USA, der EZB-Zinsentscheid mit dem monatlichen US-Arbeitsmarktreport zusammenfällt ist angebrochen und verspricht den Märkten entscheidende Impulse zu geben. Trader hoffen, dass nach den Wochen mit wenig Volatilität im Markt und einem DAX, der in einer Konsolidierung auf hohem Niveau gefangen scheint, der heutige Tag den Märkten wieder Schwung verleiht. Am Vormittag scheinen Anleger positive Impulse zu antizipieren und bringen den DAX bei gegenwärtig etwa 9.950 Punkten in Stellung.

Gestern hatte der private ADP-Jobbericht für die USA einen überraschend starken Anstieg neu geschaffener Stellen im Monat Juni gezeigt. Während Volkswirte lediglich einen Anstieg von 179.000 Stellen im Mai auf 210.000 im Juni prognostiziert hatten, wurden 281.000 Stellen ausgewiesen. Dies könnte ein Vorbote dafür sein, dass auch die heute erwarteten Nonfarm-Payrolls-Zahlen, die durch die US-Regierung veröffentlicht werden, die Erwartungen schlagen könnten. Im ersten Quartal lag der Durchschnitt des ADP-Jobberichtes bei 170.000 während die Nonfarm-Payrolls bei 190.000 lagen. Für das zweite Quartal liegt der Durchschnitt der durch den Dienstleister ADP vermeldeten Stellen bei 222.000, was bei gleichbleibender Korrelation einen Wert von 240.000 neu geschaffenen Stellen vermuten lässt. Analysten*** erwarten, dass die US-Regierung heute etwa 215.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft für den Monat Juni ausweisen wird. Allerdings sind die Nonfarm-Payrolls immer wieder für Überraschungen gut. So zeigt eine Analyse von TrimTabs, dass auf Basis der Lohnsteuerüberweisungen der Arbeitgeber an das US-Finanzministerium, nur 174.000 neue Stellen geschaffen worden sein könnten.

Ohnehin lässt sich die Reaktion der Märkte auf die heutigen Zahlen nicht genau abschätzen. Zu gute Zahlen könnten unter den Marktteilnehmern Befürchtungen wecken, dass dies die US-Notenbank zu einer früheren Zinswende verleiten könnte. Zu schlechte Zahlen wiederum die Stärke der wirtschaftlichen Erholung in den USA in Frage stellen. Im Zweifelsfall könnten allerdings bei einem Mangel an Anlage-Alternativen an den Börsen, sowohl gute als auch schlechte Zahlen positiv interpretiert werden.
Der andere wichtige Termin ist der EZB-Zinsentscheid, auf der allerdings keine Überraschungen erwartet werden. Nach dem letzten Monat beschlossenem Maßnahmenpaket, erwartet der Großteil der Marktteilnehmer, dass die europäischen Notenbanker sich zunächst mehr Zeit nehmen werden einen Effekt an den Märkten abzuwarten. Der Fokus liegt daher auf der anschließend angesetzten Pressekonferenz, in der die Investoren Details zu der im September anlaufenden zusätzlichen Banken-Finanzspritze, sowie zu den Fortschritten in der Vorbereitung des ABS-Kaufprogramm (ABS=Asset Backed Securities=Mit Sicherheiten hinterlegte Wertpapiere) erwarten werden. Die gestrige Forderung des französischen Ministerpräsidenten Manuel Valls eines Kaufs von Vermögenswerten an den Finanzmärkten durch die EZB, hat auch ein Anleihekaufprogramm nach japanischen und amerikanischen Vorbild wieder stärker ins Spiel gebracht.

Ein offizieller Einkaufsmanager-Index für Dienstleistungen der für China einen leichten Rückgang** für Juni auswies, verblieb mit 55 Punkten weiterhin in der Nähe des 6-Monat-Hochs von 55,5 Punkten und stützte damit die Märkte am Morgen.
Der endgültige Markit-Einkaufsmanagerindex der Dienstleistungen fiel für den Monat Juni entsprach mit 52,8 Punkten für Gesamteuropa den Erwartungen der Analysten*** und zeigt damit einen Rückgang gegenüber dem Mai-Wert der bei 53,2 Zählern lag. Auch der deutsche Index-Wert fiel leicht von 56 Punkten im Vormonat auf 54,6 Punkten zurück. Schlusslicht unter den Schwergewichten war wieder einmal Frankreich mit einem Indexwert von 48,2 Punkten, der eine Kontraktion signalisiert. Positiv überraschte Italien mit einem Anstieg gegenüber dem Vormonat von 2,3 Punkten auf 53,9 Zählern.
Im Schatten der am Nachmittag anstehenden Zahlen, ging die Stagnation der Einzelhandelsumsätze in Gesamteuropa im Mai im Vergleich zum Vormonat, relativ unbeachtet unter.

Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt der Dow Jones gegenwärtig rund 20 Punkte über seinem gestrigen Rekordschluss-Stand nur knapp unter der 17.000-Punkte-Marke, während der der S&P 500 kaum verändert* zum ebenfalls erreichten neuen Rekordhoch steht.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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