CMC Markets: DAX hält sich über 10.000 Punkten

CMC Markets: Nach dem Fed-Entscheid vom Mittwoch, der zunächst zu Gewinnen an den Aktienmärkten weltweit geführt hat und auch den DAX wieder über 10.000 Zähler hieven konnte, scheint die Anfangseuphorie vor dem Wochenende einer Portion Vorsicht zu weichen. Die Vorgaben der US-Indizes und aus Asien sind heute gedämpft. Der Dow Jones und S&P 500 konnten nur geringfügig zulegen*, wobei es für den S&P 500 dennoch zu einem neuen Rekordschluss-Stand bei 1.959 Zählern reichte. Der Technologie-Index Nasdaq wiederum musste leicht abgeben*. Der DAX handelt am Vormittag wenig verändert über der 10.000-Punkte-Marke. Da heute ein sogenannter Hexensabbat, das bedeutet großer Verfallstag an den Börsen ist, an dem Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig werden, sollten Trader dennoch einen volatilen Handel einpreisen.

Der Ausblick auf niedrige Zinsen für einen längeren Zeitraum, den die amerikanische Notenbank auf ihrer Pressekonferenz am Mittwoch geliefert hat, wurde von den Aktienmärkten positiv aufgenommen. Der gestern besser als erwartet ausgefallene Philadelphia-Fed-Index, sowie ein kleiner Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung im Vergleich zur Vorwoche, konnten die US-Indizes gestern auf hohem Niveau stützen. Allerdings scheint gegenwärtig den Aktienmärkten ein wenig die Puste auszugehen. Und so fällt die Volatilität verschiedener Indizes inzwischen auf Tiefpunkte. Selbst den amerikanischen Notenbankern scheint die aktuelle Ruhe nicht ganz geheuer zu sein. So sagte Wiliam Dudley ihn mache dies ein wenig nervös, während Richard Fisher die niedrige Volatilität sogar für ungesund hält.
Charttechnisch gesehen, könnte im DAX wieder Schwung einkehren, wenn es dem Index gelingt, aus dem leicht bärisch interpretierbaren umgekehrten Dreieck auszubrechen. Die obere Begrenzung lässt sich gegenwärtig bei 10.078 Punkten identifizieren, dessen Knacken von weiteren Gewinnen bis an die Fibonacci-Kursprojektion bei 10.225 Punkten führen könnte. Nach unten bildet eine bullische Fibonacci-Fächerlinie eine Unterstützung, die wenn gebrochen wiederum eine Abwärtsbewegung bis zum Ausbruchsniveau etwa bei 9.800 Punkten einleiten könnte. Es bleibt daher selbst bei der niedrigen Volatilität der letzten Wochen spannend.

Die Mehrländer-Börse Euronext startete heute sein Börsendebut mit Kursverlusten von aktuell 3 Prozent im Vergleich zum heutigen Ausgabepreis von 20 Euro.

In der Übernahmeschlacht um den französischen Industriekonzern Alstom legen Siemens und der japanische Mitbieter Mitsubishi Heavy Industries nach, wodurch die Gesamtbewertung des Energiegeschäftes um 400 Millionen Euro auf 14,6 Milliarden ansteigt. Zuvor hatte der Konkurrenzbieter General Electric seinerseits seine Offerte verbessert. Alstom verteuert sich gegenwärtig um knapp 0,7 Prozent*.

Übernahmespekulationen um die britische Pharmafirma Shire haben die Notierungen des Unternehmens heute in der Spitze um über 15 Prozent* ansteigen lassen und damit auf ein neues Rekordhoch gehoben. Das US-Unternehmen AbbVie gab heute bekannt, dass es eine Offerte für den britischen Konkurrenten abgegeben hat, diese aber abgelehnt wurde.

Die Aussicht auf weiterhin längere Zeit niedrige Zinsen in den USA und die Krise im Irak verhelfen Gold zuletzt zu einem Comeback. Charttechnisch gesehen schaffte das Edelmetall mithilfe des Fed-Entscheids den Sprung über seinen 200-Tage-Durchschnitt und den Ausbruch über eine bärische Fib-Fächerlinie, an der eine Erholung zuletzt immer wieder gescheitert ist. Aktuell notiert der Wert knapp über 1.300 US-Dollar, während die nächste Fib-Fächerlinie und eine Abwärtstrendlinie vom Mai 2013 bei rund 1.363 US-Dollar warten. Eine potenzielle Unterstützung findet sich bei 1.280 US-Dollar.

In Rohöl der Referenzsorte Brent führte die Rallye zuletzt bis zu wichtigen, charttechnischen Widerständen in Form einer Abwärtstrendlinie vom Februar 2013 und einer Fib-Kursprojektion bei knapp 115,70 US-Dollar. Ein Ausbruch über diese Widerstände könnte zu weiteren Kursgewinnen bis zum August-Hoch bei etwa 118 US-Dollar führen. Eine potenzielle Unterstützung findet sich in den Dezember-Hochs bei knapp 113,20 US-Dollar.

Vorbörslich handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 gegenwärtig mit einem minimalen Abschlag zu den gestrigen Schlusskursen.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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