Commerzbank versiebenfacht Gewinn, Dividende in Aussicht gestellt

Bankenverband: Die Commerzbank will nach einem kräftigen Gewinnsprung ihren Konzernumbau noch einmal beschleunigen. “Unsere Strategie ist richtig und funktioniert. Wir wachsen bei Kunden, im Kreditvolumen und bei bereinigten Erträgen. Wir kommen voran und sind wieder dividendenfähig”, sagte Konzernchef Martin Zielke am Donnerstag bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2018 in Frankfurt.

So verdiente das Geldhaus im vergangenen Jahr unter dem Strich 865 Millionen Euro. Das war fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor (128 Millionen Euro). Das Unternehmen schlägt deshalb eine Dividende in Höhe von 20 Cent je Aktie vor.

“Die Richtung stimmt. Aber das Umfeld mit Negativzinsen und Preisdruck setzt der Profitabilität von Banken in Deutschland enge Grenzen”, betonte Zielke. Daher seien die aktuellen Spekulationen über eine Fusion mit der Deutschen Bank “verständlich”. Fragen zu diesem Thema ließ er aber unbeantwortet.

 


 

Trotz der guten Zahlen kassierte die Commerzbank ihre Gewinnprognose für das kommende Jahr. “Es ist ziemlich offensichtlich, dass wir das Ziel einer Eigenkapitalrendite (ROTE) von 6% nicht erreichen werden, da wir das Ertragsziel reduzieren mussten und das Kostenziel beibehalten haben”, sagte Finanzchef Stephan Engels.

2020 werde die Rendite zwischen 5% und 6% liegen, nach 3,4% im vergangenen Jahr. Eine Gewinnprognose für 2019 gab er nicht. Engels bekräftigte aber, die Kosten bis nächstes Jahr auf 6,5 Milliarden Euro zu drücken.

Einen Erfolg gab es auch bei den Kundenzahlen. Bis Ende 2018 wurden – wie vom Vorstand vorgegeben – eine Million zusätzliche Kunden gewonnen. Eine weitere Million soll bis zum Jahr 2020 hinzukommen.

 


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