Contango Effekt zieht WTI Future ins Negative

ActivTrades: Der Ölpreis stürzt ab und notiert wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Erstmals sehen wir, wie der Preis für WTI (der Futurekontrakt mit Ablauf Mai) ins Negative rutscht.

Zwei sogenannte „Black Swan“ Ereignisse kommen hier zum Tragen: zum einen die tragische Ausbreitung der Corona Pandemie und die gescheiterte Einigung innerhalb der OPEC+. Auch wenn die Förderländer sich schließlich diesen Monat auf eine Kürzung der täglichen Produktion um 9.7 Millionen Barrel verständigen konnten, mochte dies den Zusammenbruch des Ölpreise nicht aufhalten. Der Deal war einfach noch nicht ausreichend angesichts des massiven Überangebots. Analysten schätzen, dass auf der Nachfrageseite ein Rückgang um 30 Millonen Barrel pro Tag zu Buche schlägt; dreimal mehr als der von der Opec+ angedachte Betrag.

Auch wenn es bei der Nordseesorte Brent zu Verlusten kam, ist der Absturz bei WTI viel dramatischer. Der für Mai ablaufende Futures Kontrakt fiel sogar unter Null US-Dollar und hielt erst wieder an der Marke von minus 40.32 US-Dollar. Es entsteht das kuriose Szenario, dass Öl so unerwünscht ist, dass Anleger im Prinzip bereit sind, für die physische Nichtauslieferung draufzuzahlen.

Jedoch, jetzt wo der May Kontrakt nun abgelaufen ist, verursacht der starke sogenannte Contango Effekt, dass die künftigen Preise wieder nach oben zeigen. An der Chicago Mercantile Exchange notierte der Juni Kontrakt für WTI bereits bei $21.22 und der für Juli auslaufende Kontrakte sogar knapp unter $27. Wenn wir weiter in die Zukunft schauen, steigt dieser Wert für September wieder über die psyschologisch wichtige Marke von $30.

 


 

Dieses überaus ausgeprägte Contango Szenario speist sich aus der kurzfristigen Ölschwemme. Die übervollen Lager könnten sich nach und nach leeren auf mittlere bis lange Sicht, wenn der weltweite Lockdown, der die Nachfrage in die Knie zwang, allmählich aufgehoben wird.

Ein anderer Faktor sind die Lagerhaltungskosten, welche derzeit besonders hoch sind aufgrund des bereits sehr hohen Lagerbestands.

Folglich sind alle diese Faktoren für jegliche Positionen auf Öl, sei es auf Futures, CFDs oder ETFs– sowie auch die Implikationen des Contango für die Preisentwicklung in diesen dramatischen Zeiten zu beachten.

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