Das Unheil an den Märkten begann nicht erst mit der Pleite Lehmans

DWS: Anlässlich des zehnten Jahrestages der Pleite von Lehman Brothers befassen sich viele Medien mit der Finanzkrise. Neben den rein historischen Aspekten interessiert natürlich besonders, wie hoch das Risiko für eine Wiederholung der Krise ist.

Gemessen am Finanzmarktstressindikator der Federal Reserve Bank (Fed) of St. Louis besteht aktuell nur wenig Grund, sich vor einer neuen Finanzmarktkrise zu fürchten. Dieser Indikator setzt sich aus 18 Komponenten zusammen, die Stress im Finanzsystem anzeigen sollen.

In der Phase vor der großen Krise schlug der Indikator im Sommer 2007 Alarm, also mehr als zwölf Monate vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers. Aktuell befindet sich der Indikator im grünen Bereich. Das verdanken wir zu einem großen Teil den Zentralbanken, die in schwierigen Zeiten mit einer Vielzahl von auch unkonventionellen Maßnahmen die Konjunktur und Finanzmärkte stabilisierten.

Dies könnte allerdings auch manche Akteure veranlassen, zu alten Verhaltensmustern zurückzukehren. Der Anstieg der Verschuldung im US-Unternehmenssektor könnte ein Indiz dafür sein. Es liegt somit nahe, dass der gegenwärtige Friede nicht ewig währen wird. Wie schnell die Märkte nervös werden können, war im Februar 2018 gut zu beobachten.

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