DAX entfaltet plötzlich Dynamik – Wetten auf eine generöse EZB

CMC Markets: Am Donnerstag stehen der Börse höchstwahrscheinlich historische Beschlüsse der Europäischen Zentralbank ins Haus. Da will kein Anleger wegen ein paar Gewinnwarnungen der Angsthase sein, der an der Seitenlinie geblieben ist. Nur noch gut ein Prozent trennt den Deutschen Aktienindex von seinem Jahreshoch bei 12.656 Punkten. Ein Prozent, dass nach der heute entfalteten Dynamik nur noch eine Frage von Stunden, maximal wenigen Tagen sein dürfte.

Dabei sein ist alles, lautete heute das Motto im DAX. Dabei sein, wenn die Aussichten auf höhere Unternehmensgewinne dank umfassender geldpolitischer Stimuli bald wieder steigen könnten. Heute zeigte sich auch wieder, dass der deutsche Aktienmarkt durchaus zu blitzartigen Verhaltensänderungen in der Lage ist. An einem Tag Himmel hoch jauchzend, am anderen Tage lethargisch zu Tode betrübt.

Gewinnwarnungen wie die heute von Continental, die aufgrund der schwachen Konjunktur ausgesprochen werden mussten, werden gekauft. Sieht der Markt Schwächen beim Management, werden die Aktien weiterhin abgestraft. Steht die Mannschaft aber und dreht dann der Wind in der Konjunktur, geht es auch mit den Gewinnen wieder aufwärts.

So stürzten die Aktien von Conti heute nicht ab – trotz eines schwachen Ausblicks.

 


 

Im Gegenteil:
die Aktie ist mit sieben Prozent Plus der Tagesgewinner im DAX. Die Börse ist jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Prognosesenkungen gekauft werden. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass viele schlechte Nachrichten schon in den Kursen enthalten sind. Dass es im Autosektor schlecht läuft, reißt niemanden mehr vom Hocker.

In Großbritannien wird sich jetzt zeigen, ob die Unlösbarkeit des Brexit eine Sach- oder eine Personalfrage war. Die USA kündigten bereits an, das von vielen britischen Abgeordneten herbeigesehnte Freihandelsabkommen an eine Lösung der Grenzfrage zu Irland knüpfen zu wollen. Damit steht und fällt aber auch ein entsprechender Vertrag mit Brüssel.

Womit wir es also in Sachen Brexit zu tun haben, ist in aller erster Linie die Art und Weise, wie der Handel Großbritanniens mit der Welt in Zukunft aussehen soll.

Der Brexit ist damit nur eine weitere Achse in der unsicher gewordenen Handelspolitik der Regierungen der Welt.

 


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