DAX-Erholung gerät ins Stocken – Wall Street bleibt Risikofaktor

  • DAX-Erholung gerät ins Stocken
  • Wall Street bleibt Risikofaktor

CMC Markets: Angesichts der Verluste gestern zum Handelsschluss an der Wall Street und der verpuffenden Wirkung der chinesischen Zentralbank-Maßnahmen an den Börsen in Shanghai fehlte dem Deutschen Aktienindex heute die Kraft, die gestern eingeleitete Erholungsbewegung auszudehnen. Dass dies auch mit der starken Markteröffnung nicht gelang, liegt an den insgesamt weiter kritisch aussehenden US-Börsen. Während der DAX sein Freitags-Gap wieder schließen konnte, handelt der Dow Jones weiterhin bedrohlich nahe an seinem Tief vom schwarzen Montag.

Positive US-Konjunkturdaten in Form stärker als erwarteter Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter wirken wie ein zusätzliches Warnsignal. Trotz globaler Konjunktursorgen werden damit selbst „good news“ als „bad news“ interpretiert aufgrund der US-Zinswende-Spekulationen. Das Fed-Mitglied Dudley sorgte schließlich aber für eine kleine Erholungsrally, als er erklärte, dass die globalen Entwicklungen Risiken für die US-Wirtschaft darstellen und eine September-Zinswende nun weniger überzeugend wirke wie noch vor einigen Wochen. Die Investoren lüstern nach überzeugenden geldpolitischen Stimuli und so lange diese nicht verkündet werden, könnte die trübe Stimmung anhalten.

Aus charttechnischer Sicht droht der DAX mit dem Scheitern, ein neues Hoch zu fabrizieren, wieder zurückzufallen. Dabei könnte sich der Anstieg bis an die Abwärtstrendlinie vom Mai lediglich als Pullback erweisen, dem nun ein Abprall folgt. Das ist das Risiko. Insgesamt aber ist bei stärkeren US-Börsen schnell auch ein Anstieg in Richtung der 10.400 möglich. Auf der Unterseite steht die 9.855, darunter die 9.755 im Fokus. Besonders wichtig wäre es die 9.530er Zone zu verteidigen, da sonst ein erneuter Test des Montags-Tief droht.

von Andreas Paciorek

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge