DAX gerät unter die Räder – Wall Street bekommt Höhenangst

FXCM: DAX gerät unter die Räder – Wall Street bekommt Höhenangst
 
So wie die Wall Street in den vergangenen Tagen mit ihrer Erholung auf alte Rekordstände zurück den DAX vor sich her getrieben hat, so gerät dieser jetzt in den Sog der mit Höhenangst kämpfenden US-Börsen. Hinzukommt, hierzulande gibt es aktuell nicht viel, was die Grundlage für weiter steigende Kurse im DAX bilden könnte. Die Konjunktur in der Eurozone läuft nicht, die EU-Kommission zeichnete darüber heute ein düsteres Bild der kommenden Monate und in der Ostukraine könnte sich der Konflikt nach den Wahlen erneut zuspitzen.


Da bleibt als einziger Strohhalm die am Donnerstag stattfindende Sitzung der Europäischen Zentralbank. Gründe genug, den Geldhahn aufzudrehen haben die Geldpolitiker, nur wird es schon in dieser Woche soweit sein? Einiges spricht dagegen, denn auf der Kehrseite sind nach dem ersten Aufkeimen der Gerüchte um den Kauf von Unternehmensanleihen und dem unverzüglichen Dementi seitens der EZB Zweifel angebracht, ob die Grundlage für solche unkonventionellen, geldpolitischen Maßnahmen jetzt schon besteht. Man sollte nicht vergessen, dass die umfangreichen Pakete aus dem Juni und September noch nicht vollends angelaufen sind und man deshalb nur schwer beurteilen kann, ob diese die gewünschten positiven Effekte für die Inflation und die Kreditvergabe an den privaten Sektor haben. Vor diesem Hintergrund jetzt schon die nächste geldpolitische Bazooka abzufeuern, macht daher wenig Sinn.
 

Der DAX sollte bis Donnerstag in einer großzügigen Range zwischen 9.100 und 9.400 Punkten pendeln, technisch ist das Niveau um 9.120 Punkte aus der vergangenen Woche, bevor die japanische Notenbanken für ein Kursfeuerwerk sorgte, sehr interessant.

 

 

Von Jens Klatt

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