DAX Marktüberblick am 21. Januar 2022

flatex: Der Deutsche Aktienindex schloss am Donnerstag via Xetra mit einem Kursgewinn von 0,65 Prozent bei 15.912,33 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra und Börse Frankfurt betrug rund 3,66 Milliarden Euro.

Auch die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes in Amsterdam, Madrid, Mailand, Paris und Zürich konnten Zugewinne verbuchen, der Londoner FTSE100 fiel indes minimal zurück. Der EuroStoxx50 beendete den Handelstag mit einem Kursplus von 0,73 Prozent und 4.299,61 Zählern.

 

Inflation und EZB Politik

Die europäische Statistikbehörde „Eurostat“ publizierte am Donnerstag die Dezember-Verbraucherpreisdaten für die Eurozone. Die Inflationsrate auf annualisierter Basis betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 2020 5,0 Prozent.

Im Zeitraum vom November 2021 auf den Dezember stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent. Besonders die Komponente „Energie“ blieb eine treibende Kraft der Inflation.

Gab es im Dezember 2020 mit einem Minus von 0,3 Prozent faktisch noch das Problem einer Deflation, kletterten die Verbraucherpreise auf 2,2 Prozent im Juli 2021 und verdoppelten sich bis Oktober 2021 beinahe mit einem Wert von 4,1 Prozent.

Trotz der hohen Inflationsraten bleibt die EZB taub auf dem Ohr, wen es um Rufe nach Zinsanhebungen geht. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte in einem ihrer jüngsten Interviews, dass die EZB die Zinsen nicht sofort anheben könne – man würde ansonsten das Wachstum abbremsen.

Ferner bleibt die EZB-Chefin bei ihren Ausführungen, dass die Inflation nur vorübergehend sehr hoch ausfällt und im Laufe des Jahres zumindest auf 3,2 Prozent absinken wird. Ein Trost für jeden Sparer ist dies beileibe nicht.

Am Donnerstag wurden auch die deutschen Erzeugerpreise für den Monat Dezember ausgewiesen. Es war ein weiterer Rekord, denn die Erzeugerpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat November um 5,0 Prozent, sowie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 24,2 Prozent und damit so stark wie seit 1949 nicht mehr, wie es einem von Dow Jones veröffentlichten Bericht zu entnehmen war.

 

Blicken wir vom Festland Europa auf die Insel – in Großbritannien tut sich was in Sachen „Freedom Day“, denn exakt das ist es wohl für die Menschen im Vereinigten Königreich.

Die Corona-Beschränkungen in Großbritannien werden aufgehoben, ab nächsten Donnerstag gibt es keine Maskenpflicht und auch keine Impfnachweispflicht mehr.

An der Wall Street gingen die führenden Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 allesamt mit Kursverlusten aus dem Handel. Dabei verlor der NASDAQ100 am stärksten, fiel sogar unter 15.000 Punkten und schloss mit 14.846,46 Punkten.

 


 

Wirtschaftskalender

Am heutigen Freitag wurden bereits um 08:00 Uhr die Dezember-Einzelhandelsumsätze für Großbritannien publiziert. Um 13:30 Uhr wäre auf eine Rede von EZB-Präsidentin Lagarde zu achten und um 16:00 Uhr wird das Januar-Verbrauchervertrauen für die Eurozone zu bewerte sein.

Parallel dazu werden die US-Frühindikatoren für den Dezember veröffentlicht. Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne Schlumberger, IHS Markit, Ally Financial, Huntington Bancshares und First Hawaiian von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen am Freitag mehrheitlich Abgaben auf. Die US-Futures gaben sich kurz vor der Eröffnung der europäischen Börsen ebenso sehr schwach.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 15.705 Punkten.

 

DAX Chartanalyse

Der Deutsche Aktienindex ging am Donnerstag via Xetra mit einem Kursplus von 0,65 Prozent bei 15.912,33 Punkten aus dem Handel.

Ausgehend vom Zwischenhoch des 05. Januar 2022 von 16.285,35 Punkten bis zum jüngsten Verlaufstief des 19. Januar 2022 von 15.629,86 Punkten, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite möglicherweise näher abzuleiten.

Die Widerstände kämen bei 15.957/16.0345/16.131 und 16.285 Punkten in Frage.

Zur Unterseite stünden die Bereiche von 15.880/15.630 Punkten, sowie die Projektionen zur Unterseite von 15.534/15.475/15.379 und 15.225 Punkten als Unterstützungen bereit.

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