DAX rutscht unter 13.000 Punkte – Virus-Angst verhagelt die Januar-Bilanz

CMC Markets: So wie der Januar wird das gesamte Börsenjahr – spätestens nach der letzten Handelswoche in diesem Monat möchte man als Anleger hoffen, dass sich die Statistik in diesem Jahr nicht bewahrheitet. Nicht nur die gesamten Jahresgewinne wurden in den vergangenen Tagen wieder aufgezehrt, unter dem Strich liegt der Deutsche Aktienindex auf Jahresfrist im Minus und kämpft aktuell sogar um die Marke von 13.000 Punkten.

Am Montag werden wir wissen, welche Teile Chinas nach dem verlängerten Neujahrsfest wieder zu einem halbwegs als solchen zu bezeichnenden Normalzustand zurückkehren können. Bleiben weite Teile des Landes wegen der Angst vor einer Infektion mit dem Virus für mehrere Wochen abgeriegelt und steht das Leben dort still, dürfte sich dies auch nachhaltig auf das Weltwirtschaftswachstum auswirken.

In den USA hat sich die Zinskurve zwischen zehnjährigen und dreimonatigen US-Staatsanleihen wieder invertiert und deutet damit auf ein wachsendes Rezessionsrisiko hin. Es war die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung, die die Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2019 im DAX getrieben hat. Nun ist es mit dem Virus zu einem unerwarteten Ereignis gekommen, das diese Erwartungshaltung gefährdet.

Bislang hielt sich der DAX angesichts der drohenden wirtschaftlichen Folgen einer stillstehenden chinesischen Wirtschaft noch relativ stabil, weil man glaubte, dass die Erfahrungen aus der SARS-Epidemie helfen würden, relativ schnell eine wirksame Therapie gegen den neuartigen Coronavirus zu finden. Entsprechende Hoffnungen nährte zumindest gestern noch die Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation.

Die Börse allerdings hat sich nun erst einmal dafür entschieden, die Risiken aus dem Virus und seinen wirtschaftlichen Folgen in die heiß gelaufenen Aktienkurse einzupreisen. Die Schwankungen in den vergangenen Tagen dürften nur ein Vorgeschmack dessen sein, was den Märkten im Februar bevorsteht.

 


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