DAX: Ryanair belastet europäische Fluggesellschaften

XTBDie asiatischen Anleger starteten die neue Handelswoche in gemischter Stimmung, da an den chinesischen Aktienmärkten Gewinne zu beobachten waren, andere wichtige Aktienindizes aus der Region jedoch zurückblieben. Der japanische Nikkei (JAP225) gab durch den kräftigen Anstieg der heimischen Währung um fast 1,4% nach. Der australische S&P/ASX 200 (AUS200) schloss 0,93% tiefer. Chinas Hang Seng (CHNComp) legte etwa 0,5% hinzu.

Rote Zahlen dominierten heute die Eröffnung der europäischen Sitzung. Breitere Kursrückgänge konnten bei den Blue-Chip-Indizes aus Westeuropa beobachtet werden, während die Aktien aus Osteuropa dem Abwärtsdruck standhielten. In den ersten Minuten des europäischen Handels notierte der polnische WIG20 (W20) sowie der russische RTS (RUS50) höher. Immobilien- und Telekommunikationsunternehmen zählten im frühen Handel zu den besten Performern, während Versorger die größten Nachzügler waren.

Der ehemalige italienische Finanzminister, Pier Carlo Padoan, äußerte seine Unzufriedenheit mit den Plänen der neuen Regierung. Padoan behauptete, dass die von den populistischen Führern vorgeschlagenen Reformen eine Bedrohung für die Wirtschaft darstellen. Dies könnte alle Bemühungen umkehren, die während seiner Amtszeit im Finanzministerium unternommen wurden.

Erinnern wir uns daran, dass die neue Regierung zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega die Steuern drastisch senken und gleichzeitig die Sozialausgaben für die Armen erhöhen will. Die von der EU gesetzten Haushaltsgrenzen scheinen die Regierungskoalition nicht zu stören, da der Vorsitzende der Lega, Matteo Salvini, heute in einem Interview sagte, dass die Steuersenkungen bei der nächsten Haushaltsanpassung erfolgen und Brüssel seine Regeln überprüfen muss.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: -0,15%
– CAC40 (FRA40): -0,50%
– FTSE 100 (UK100): -0,70%
– IBEX (SPA35): -0,35%
– FTSE MIB (ITA40): -0,55%


Der DE30 prallt von dem Unterstützungsniveau bei 12.450 Punkten ab. Quelle: xStation 5

Der DE30 geriet am Freitag unter Druck, da Trumps Kommentare den aktuellen Handelskonflikt neu entfachten. Der deutsche Leitindex konnte sich aber etwas oberhalb der Unterstützung bei 12.450 Punkten stabilisieren und den Kurs wieder Richtung Norden bringen.

Nach einer heutigen bärischen Eröffnung stieg der DE30 wieder an und für den Fall, dass es keine negativen Nachrichten gibt, könnte möglicherweise ein Test des 33er EMA bevorstehen. Ein Dutzend Punkte darüber kann außerdem ein relevantes Widerstandsniveau gefunden werden (12.600 Punkte). In einem bullischen Szenario könnte sich die Widerstandszone zwischen 12.580 und 12.600 Punkten als eine große Hürde erweisen.

Unternehmensnachrichten
Die Deutsche Bank (DBK.DE), der größte deutsche Kreditgeber, könnte in den kommenden Tagen zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Laut den Berichten von Bloomberg wollen einige Top-Aktionäre des Unternehmens vom neuen CEO Christian Sewing über Einzelheiten seines Umstrukturierungsplans informiert werden.

Sewing sagte, dass er die Bank wieder auf Kurs bringen will, indem er sein Investment-Banking-Geschäft (hauptsächlich in den USA) reduziert und bis zu 7 Tsd. Arbeitsplätze abbaut. Erinnern wir uns daran, dass dies der vierte Umstrukturierungsplan der Deutschen Bank in drei Jahren sein wird.

Die wichtigsten Stakeholder möchten, dass die Führungskraft am Mittwoch Einzelheiten bekannt gibt, wenn die neuen Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt werden. Nach der ersten Handelsstunde wird die Aktie der Deutschen Bank 0,15% höher gehandelt.

 


 

Des Weiteren ist die schlechte Performance von Lufthansa (LHA.DE) zu Beginn der heutigen Sitzung hervorzuheben. In letzter Zeit gab es keine größeren negativen Nachrichten über das Unternehmen, daher könnte der Abverkauf auf branchenweite Faktoren zurückgeführt werden.

Die Irische Discount-Fluggesellschaft Ryanair hat heute ihren Ergebnisbericht vorgelegt, der einen enormen Gewinnrückgang verzeichnete. Das Unternehmen macht hier die Streiks der Flugsicherung und der Gewerkschaften verantwortlich, ebenso wie Faktoren, die zu einer geringen Flugbereitschaft führen. Zusätzlich zu den höheren Ölpreisen erhalten wir somit ein düsteres Bild für die Branche.

Alle genannten Faktoren könnten auch auf andere europäische Fluggesellschaft übertragen werden und möglicherweise den Abverkauf der Lufthansa von heute erklären. Nach der ersten Handelsstunde wird die Aktie von Lufthansa 2,1% tiefer gehandelt.


Nachdem die Deutsche Bank (DBK.DE) wieder in den Bereich des Abwärtskanals zurückkehrte, konnte die Widerstandszone zwischen 10,50 und 10,75 EUR nicht überschritten werden. Eine Verschlechterung der Aussichten für die Luftfahrtindustrie birgt die Gefahr eines baldigen Tests der Unterstützung bei 10,00 Uhr EUR. Quelle: xStation 5

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