DAX versucht erneut den Anstieg

Bernstein Bank: Die Börsianer in Frankfurt greifen zwar wieder zu, doch nur moderat. Nach der gescheiterten Erholung vom Vortag ziehen die Kurse nur ein wenig an. Dabei war der Dow Jones am Vorabend um fast 1.200 nach oben geschossen. Doch die US-Futures bröckeln wieder.

 

Leichtes Plus an der Frankfurter Börse
Fast sieht es so aus als hätten sich gestern zu viele Long-Investoren die Finger verbrannt. Der DAX zog bis zum Mittag um moderate 1,6 Prozent auf 10.639 Zähler. Und dies nach Mega-Gewinnen an der Wall Street. Diese allerdings gelangen erst im späten Handel – und so waren am Dienstag die ersten mutigen Anleger an der deutschen Börse in eine Bullenfalle gelaufen.

Die US-Futures gaben am Mittwochmittag um gut 2 Prozent nach. Broker verwiesen auf den Mangel an Details bei dem von US-Präsident Donald Trump versprochenen Hilfspaket.

 

Verluste in Asien
Ergo hielten sich auch die Broker in Asien zurück. Der chinesische CSI-300 verlor am Morgen 1,3 Prozent auf 4.028 Stellen. In Tokio sank der Nikkei um 2,3 Prozent auf 19.416 Stellen.

 

Staatsgeld von der EU
Derweil diskutiert Europa einen Stimulus. Die Europäische Union will 25 Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpen, um die schlimmsten Folgen der Covid-19-Epidemie zu kontern. Das Geld soll aus den Strukturfonds kommen und rasch fließen.

 


 

Überaschende Zinssenkung in London
Auch England eigene Maßnahmen eingeleitet. Zunächst senkte die britische Notenbank in einer Sondersitzung den Leitzins wegen Corona um 0,50 Punkte auf 0,25 Prozent. Dies war die erste Zinssenkung seit August 2016. Das Pfund geriet nur kurz unter Druck: GBPUSD fiel von 1,2936 auf 1,2847 um dann wieder auf 1,2939 anzuziehen.

Die Bank of England will außerdem in den kommenden zwölf Monaten ein Kreditprogramm für kleine Unternehmen auflegen.

 

Starke Erholung in New York

Am Abend zuvor waren die Kurse nach der Ankündigung auf ein US-Konjunkturprogramm in Höhe von 300 Milliarden Dollar durch das Weiße Haus kräftig geklettert. Die großen Indizes schlossen am Tageshoch. Der Dow Jones Industrial zischte um 4,9 Prozent nach oben auf 25.018 Stellen. Das waren sagenhafte 1.167 Punkte. Der S&P 500 kletterte ebenfalls 4,9 Prozent auf 2.882 Stellen. Das war die beste Tagesperformance seit dem 26. Dezember 2018. Und der Nasdaq Composite gewann 5 Prozent auf 8.344 Stelen.

Der Rebound war nicht wirklich ungewöhnlich:
Die Bespoke Investment Group teilte laut MarketWatch mit, dass in den zehn Fällen seit 1952, in denen der S&P 500 an einem Montag um mindestens 5 Prozent abgerutscht war, der Dienstag eine Erholung von durchschnittlich 4,2 Prozent gebracht hatte.

 

Ölmarkt zwischen Hoffen und Bangen
Derweil warten die Anleger auf Bewegung im Ölkrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien. Die Preise von WTI und Brent schwankten heftig und gaben nach einer Erholung über Nacht wieder um gut 4 Prozent nach. Moskau hat wohl die Möglichkeit eines Einlenkens mit der OPEC noch nicht komplett abgehakt, hieß es im Markt. Reuters meldete unter Berufung auf Insider, heute gebe es ein Treffen zwischen Managern russischer Ölkonzerne und dem Ministerium.

Gestern hatte aber Russlands Energieminister Alexander Novak dem TV-Sender Rossia24 gesagt, die Tür zwischen der OPEC und Russland sei noch nicht zugeschlagen. Allerdings ergänzte er, sein Land könne die Förderung kurzfristig um 200.000 bis 300.000 Barrel nach oben fahren.

Das ist jedoch nur Kleinkaliber im Vergleich zu den Geschossen im saudischen Arsenal:
Saudi Aramco hatte gestern in einer offiziellen Börsenmitteilung erklärt, ab April die Förderung auf 12,3 Millionen Barrel pro Tag hochzufahren. Zuletzt hatte der Staatskonzern im Schnitt 9,7 Millionen Fass aus dem Wüstenboden gepumpt.

 


 

Das bringt der Tag
Der Terminkalender bringt am Mittwoch einige interessante Events.

So werden um 13.30 Uhr die US-Verbraucherpreise für Februar gemeldet.

Dito die Stundenlöhne/Realeinkommen.

Um 15.30 Uhr läuft der wöchentliche Ölbericht ein.

Und um 19.00 Uhr Zahlen zum US-Staatshaushalt.

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