DE30: Bayer profitiert von positivem Gerichtsurteil

XTBDie Aktien in Europa eröffneten am Dienstag nach einer gemischten Sitzung in Asien höher. Die Aktien in Westeuropa verzeichneten in den ersten Handelsminuten deutliche Kursgewinne, wobei vor allem italienische und schwedische Aktien zulegten. Andererseits gehören russische und polnische Aktien nach dem Start der heutigen Sitzung zu den größten Underperformern. Versicherer und Banken legten am meisten zu, während Telekommunikations- und Bauunternehmen die größten Nachzügler waren.

 

Der DE30 konnte den gestrigen Morgengewinn nicht halten und beendete den Handel am Montag in der Nähe von 10.735 Punkten. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die 50- und 100-Tage-Linien (grüne bzw. rote Linie) in jüngster Zeit eine bullische Kreuzung aufzeigten, was auf eine bevorstehende Erholung hindeuten könnte. Darüber hinaus hielt der deutsche Leitindex die gestrigen Rückgänge bei der 200-Tage-Linie (violette Linie) an, weshalb diese technische Hürde als erste wichtige Unterstützungszone betrachtet werden sollte. Quelle: xStation 5

 

 

Die Mitgliedsländer der Europäischen Union haben sich am Montag auf einen neuen Regelvorschlag geeinigt, der schwerwiegende Auswirkungen auf die europäische Finanzindustrie haben könnte. Die Regierungen der 28 europäischen Staaten unterstützten nämlich den Vorschlag, die Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen für Finanzunternehmen mit einem Vermögen von über 15 Mrd. EUR zu verschärfen. Im Gegenzug werden solche Unternehmen ähnliche Anforderungen haben wie Großbanken. Im vorangegangenen Entwurf würde eine solche Maßnahme für Unternehmen mit einem Vermögen von über 30 Mrd. EUR gelten.

Darüber hinaus werden Unternehmen mit einem Vermögen zwischen 5 und 15 Mrd. EUR auch mit verschärften Bedingungen konfrontiert, wenn sie Risiken für die Stabilität der Finanzsysteme mit sich bringen. Nicht zuletzt haben sich die Regierungen auch darauf geeinigt, dass ausländische Investment-Firmen Zweigniederlassungen im Euroraum errichten müssen, wenn sie dort Geschäfte tätigen wollen.

Dies kann als eine Maßnahme angesehen werden, die die britischen Unternehmen direkt betrifft.

 

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass mehr als die Hälfte der rund 6.000 europäischen Investment-Firmen ihren Sitz in Großbritannien hat, so dass hier erhebliche Kosten entstehen werden, wenn sie weiterhin auf dem europäischen Markt tätig sein wollen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass ein Großteil der britischen Unternehmen bereits mit der Gründung von Niederlassungen auf dem europäischen Festland begonnen hat.

Vor der Umsetzung muss der Vorschlagsentwurf zunächst vom Europäischen Parlament unterstützt werden, aber es ist unwahrscheinlich, dass dieser abgelehnt wird.

Nach Anwendung der neuen Vorschriften beginnt eine fünfjährige Übergangszeit.

Unterdessen wurden die deutschen Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Die Produktion in der größten Volkswirtschaft Europas schrumpfte im November um 1,9% im Monatsvergleich. Auf Jahresbasis erreichte der Rückgang -4,7% (im Jahresvergleich). Dies ist ein weiterer enttäuschender Wert für die deutsche Wirtschaft in dieser Woche, nachdem gestern die Daten über die schwachen Werksaufträge veröffentlicht wurden. Da die “harten” Daten darauf hindeuten, dass die deutsche Wirtschaft unter Druck steht, könnte eine Abschwächung schwer abzuwenden sein.

 

 

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: +0,61%
– FTSE 100 (UK100): +0,56%
– CAC 40 (FRA40): +0,84%
– IBEX (SPA35): +0,89%
– FTSE MIB (ITA40): +0,78%

 

Bayer führt heute dank des positiven Gerichtsurteils im Monsanto-Fall die Gewinne im DE30 an. Quelle: Bloomberg

 

Unternehmensnachrichten
Siemens (SIE.DE / WKN: 723610) und Alstom (ALO.FR / ISIN: FR0010220475) verstärken ihre Bemühungen, die europäische kartellrechtliche Genehmigung für ihre geplante Fusion zu erhalten. Einem Bloomberg-Bericht zufolge haben Unternehmen eine private Auktion durchgeführt, um einen Teil ihrer Eisenbahnanlagen zu veräußern. Alstom hatte jedoch bereits früher signalisiert, dass es wahrscheinlich keine weiteren Geschäftseinheiten verkaufen wird, um die kartellrechtliche Genehmigung zu erhalten, da “dies die Gründe für die Transaktion untergraben würde”.

 

 

Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission in dieser Angelegenheit wird voraussichtlich Mitte Februar bekannt gegeben.

Bayer (BAYN.DE / WKN: BAY001) ist heute einer der stärksten DE30-Werte. Als Grund für die gute Performance der Aktien des Unternehmens kann man ein positives Urteil nennen, das seine Tochtergesellschaft Monsanto in Indien gewonnen hat. Der Oberste Gerichtshof Indiens entscheid nämlich, dass Monsantos Patent für gentechnisch verändertes Baumwollsaatgut gültig ist. Zuvor entschied der Oberste Gerichtshof von Delhi, dass Saatgüter oder Tiere nicht patentiert werden dürfen. Nun wird ein Gericht prüfen, ob andere Unternehmen das Patent verletzt haben oder nicht.

Siemens notierte in den letzten anderthalb Jahren in einem Abwärtstrend. Die Aktie brach kürzlich unter die langfristige Unterstützungszone unterhalb der 100 EUR. Der Kurs konnte jedoch auf dieses Hindernis zurückgreifen und testet diesen Widerstand zum Zeitpunkt des Schreibens. Falls den Bullen ein Ausbruch gelingt, könnte die 200-Tage-Linie (violette Linie) als nächster Widerstand dienen. Quelle: xStation 5

 

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